"Meine besten Jahre kommen noch"
Der ETH-Absolvent Patrick Cometta setzt neu auf die Karte Triathlon – der Sportler aus Gurmels hat eine unvergessliche Saison hinter sich.

Patrick Cometta war bis vor fünf Jahren talentierter Skifahrer und fuhr FIS-Rennen. Mit 21 Jahren kam bei ihm der Sinneswandel und es zog ihn ins Wasser, aufs Rennvelo und auf die Laufstrecke. Nach fünf Jahren als Amateur ist er nun zu den Triathlon-Profis gewechselt. Er war sehr zufrieden mit seinem ersten Profi-Wettkampf.
"Mit diesem Status und mit den besten der Welt auf der Startlinie zu stehen ist schon unglaublich und wichtig für mich», sagt Patrick Cometta.
Jan van Berkel sei Dank
Letzten August hatte er ein erfolgreiches Debüt als Triathlon-Profi beim Ironman in Marbella und belegte den 25. Schlussrang. Unter den 40 Profi-Triathleten, die am Start waren, befand sich auch zum ersten Mal der 26-jährige Sportler aus Gurmels.
Jan van Berkel hat unter anderem den Ironman 2018 in Zürich gewonnen. 15 Jahre lang war er Spitzentenathlet. Van Berkel hat diesen Sommer mit 37 Jahren seine Karriere beendet und ist nun Vorbild für Patrick Cometta.
Podestplatz am Inferno-Triathlon
Diesen Sommer schwamm Patrick Cometta gemeinsam mit rund 400 anderen Athleten quer durch den Thunersee bis nach Oberhofen. Das Schwimmen war aufgrund der Wellen und der schwierigen Orientierung eine Herausforderung, so Cometta. Obwohl seine Schwimmleistung solide war, gelang es ihm nicht nach Wunsch, die Fortschritte aus dem Training im Wettkampf umzusetzen. In Grindelwald wechselte er aufs Mountainbike. Der Anstieg zur Kleinen Scheidegg war anspruchsvoll, und er begann, Ermüdungserscheinungen zu spüren.
Auf den abschliessenden 25 Laufkilometern bis zum Schilthorn gelang es ihm, sich auf den zweiten Schlussrang zu kämpfen. Nach neun Stunden und neun Minuten erreichte er die Ziellinie auf 3000 Meter über Meer. Dies bedeutete den starken zweiten Schlussrang im Gesamtklassement.
"Wie eine gute Portion Spaghetti pro Stunde"
Die Ernährung spielte in seinem ersten Jahr als Profi eine entscheidende Rolle im Training und an den Wettkämpfen. "Drei Kilo Pasta pro Rennen geht nicht, da nehme ich Gel-Portionen, die eine effizientere Energiequelle sind"", so Cometta. Diese Gels enthalten eine Mischung aus Kohlenhydraten und Fruktose, um den Blutzuckerspiegel schnell anzuheben und dem Körper sofortige Energie zuzuführen, so der Sportler aus Gurmels.
Triathleten haben oft nur begrenzte Möglichkeiten, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Gel-Portionen seien in dieser Hinsicht sehr praktisch, so der Neo-Profi aus Gurmels.
Momentan ist Patrick Cometta aus Gurmels in der Triathlon-Winterpause und im Aufbautraining für die nächste Saison, die er als Profi weiterführen will.

