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Mit der Edelweiss zurück aus Rhodos

Reiseveranstalter, unter ihnen die Fri Travel AG aus Düdingen, holen Ferienreisende aus den von Waldbränden betroffenen Gebieten zurück.

In Griechenland und insbesondere auf der Insel Rhodos wüten Waldbrände. © Keystone

Sie hätten Kundinnen und Kunden gehabt, die ihre Ferien im betroffenen Süden der Insel Rhodos abbrechen wollten, erklärt Mark Sahli, Geschäftsführer und Teilinhaber der Reiseagentur Fri Travel mit Sitz in Düdingen und Schwarzenburg, auf Anfrage. Diese seien gestern mit einer Maschine der Edelweiss heimgekehrt. Andere bevorzugten zu bleiben, weil sie im Norden oder im Inselinnern stationiert seien und von den Waldbränden gar nichts mitbekämen. 

Pauschalreisende im Vorteil

Für Pauschalreisende, die bereits gebucht haben, aber noch nicht abgereist sind, gelte folgendes Angebot der Reisebranche: Bis Freitag, 28. Juli 2023 könnten sie ihre Ferien auf Rhodos kostenlos annullieren, sofern ihr Hotel im betroffenem Gebiet liegt.

Aber aufgepasst, ergänzt Mark Sahli, dies ist nur bei Pauschalreisen möglich, das heisst das Reisepaket beinhaltet Flug, Transfer und Hotelaufenthalt. Für die Person, die beispielsweise nur einen Flug gebucht hat, gelte nicht das schweizerische Pauschalreisegesetz, sondern die allgemeinen Vertragsbedingungen des jeweiligen Dienstleistungsträgers. Und solange eine Fluggesellschaft Rhodos anfliege, könne der Flug nicht kostenlos storniert werden, so Mark Sahli weiter.

Die Reaktion des EDA

Heute gab das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bekannt, es habe auf dem Flughafen von Rhodos einen Schalter für Hilfe suchende Schweizerinnen und Schweizer eröffnet. Dies sie möglich geworden, nachdem ein zusätzlicher Konsularbeamter auf der Insel Rhodos eingetroffen sei. In Rhodos, der Hauptstadt der Insel, gibt es ein Honorarkonsulat, das Schweizer Bürgerinnen und Bürger bei Bedarf unterstützt.  

Und das EDA betont: Auslandschweizer sowie Touristinnen sind angehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. Die Helpline des EDA hat rund 150 Anfragen zur Lage auf der Insel vor der türkischen Küste beantwortet. Am Sonntag gegen Abend waren es noch rund hundert gewesen.

RadioFr. - Corina Zurkinden
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