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Ambulanz, Polizei und Co. stemmen die Omikron-Flut

Im ganzen Land fällt massenweise Personal wegen dem Coronavirus aus. Können die Blaulichtpartner im Kanton die Situation noch meistern?

Die Blaulichtpartner im Kanton sind von der aktuellen Coronawelle noch nicht gefährlich betroffen. Die Situation ist aber teils angespannt. © KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Es ist ein Alptraumszenario: Polizei, Ambulanz und Feuerwehr können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen, weil zu viele Angestellte entweder selber krank oder in Quarantäne sind. Die TPF haben diesbezüglich schon Probleme. Glücklicherweise ist die Situation bei den kantonalen Blaulichtorganisationen hingegen noch nicht dramatisch.

Angespannt, aber funktionsfähig

Je nach Blaulichtorganisation ist die aktuelle Welle ein grösseres oder kleineres Problem. Von einer angespannten Situation spricht beispielsweise Philipp Boschung von der Ambulanz Sense: "Wir haben regelmässig Mitarbeiter, die in Quarantäne müssen oder selber infiziert sind. Mit den Personalreserven können wir den Betrieb aber noch sicherstellen", so der Sanitäter.

Weniger problematisch scheint die Lage bei Feuerwehr und Polizei zu sein. Laut Thomas Rumo, Feuerwehrkommandant aus Düdingen, ist bei seiner Truppe alles in Ordnung: "Die Einsatzbereitschaft ist zu 100 Prozent gegeben." Auch die Kantonspolizei Freiburg hat laut Polizeisprecher Bernard Vonlanthen fast keine Corona-Fälle. Die Schutzkonzepte werden sehr ernst genommen.

Homogene Teams von Vorteil

Ein mutmasslicher Vorteil, den Polizei und Feuerwehr gegenüber den Ambulanzen haben, ist die Homogenität ihrer Teamstruktur. Bei der Polizei arbeiten Beamte meist über längere Zeit hauptsächlich in Zweierteams. Bei der Stütztpunktfeuerwehr Düdingen arbeiten sechs Pikett-Gruppen à vier Personen getrennt voneinander. Bei der Ambulanz Sense ist dies hingegen nicht möglich. Das Team bestehe aus etwa zwanzig Personen, welche auf zwei Standorte verteilt sind, wobei jeder ein wenig mit jedem arbeitet.

Wo also weniger Durchmischung der Teams stattfindet, kann eher verhindert werden, dass die ganze Belegschaft erkrankt oder in Quarantäne muss. Ob die Freiburger Blaulichtpartner die Situation wie anhin meistern können oder ob zusätzliches Personal aufgeboten werden muss, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen.

RadioFr. - Fabian Waeber / Cyrill Schelker
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