News für unsere Region.

Steuergerechtigkeit oder Kapitalflucht?

Heinz Gilomen von der SP Freiburg und FDP-Grossratskandidat Felix Schneuwly debattieren über die 99-Prozent-Initiative der JUSO Schweiz.

Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative der JUSO Schweiz ab. © Keystone

Am 26. September stimmt die Schweizer Bevölkerung über die Initiative "Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern" ab. Die Initiative der JUSO Schweiz fordert, dass Kapitaleinkommen ab einer gewissen Höhe eineinhalbmal so stark besteuert werden wie Arbeitslöhne. Mit den zusätzlichen Steuergeldern sollen tiefe und mittlere Einkommen entlastet werden.

"300 Leute in der Schweiz besitzen zusammen über 700 Milliarden Franken", sagt Heinz Gilomen, Geschäftsleitungsmitglied der SP Kanton Freiburg. Auf der anderen Seite kämpfe eine Mehrheit der Leute mit steigenden Mieten und Krankenkassenprämien und könne nur mit Mühe und Not etwas Geld zur Seite legen. "Eine gewisse Korrektur ist notwendig", ist Gilomen überzeugt.

"Das reichste Prozent der Bevölkerung bezahlt schon heute die Hälfte der Bundessteuern", entgegnet Felix Schneuwly, Grossratskandidat der FDP. "Das Risiko ist, dass der Kuchen gar nicht grösser wird, wenn man den Reichen noch mehr nimmt." Denn Leute mit viel Kapital seien mobil. Viel wichtiger sind für Schneuwly die Förderung der Chancengleichheit und der Bildung, um allen Menschen Aufstiegschancen zu bieten.

Die ganze Debatte auf RadioFr. zum Nachhören:

RadioFr. - Fabio Peter / Cyrill Schelker
...