Kredit für die Zukunft des Asta-Areals bewilligt
Lange war unklar, was mit dem freien Stück Land mitten in Tafers geschehen soll. Jetzt sollen vier Architekturbüros Vorschläge einreichen.

6000 Quadratmeter in Tafers sorgen für Diskussionen. Seit 2017 ist unklar, wie das Asta-Areal zwischen dem Pflegeheim St. Martin und der Primarschule Tafers überbaut werden soll. "Der wichtigste Punkt sind Alterswohnungen mit Dienstleistungen", sagt Yves Bürdel, Gemeinderat und Verantwortlicher für das Ressort Bau- und Raumplanung. Das sei schon zu Beginn klar gewesen. Zudem brauche die Gemeinde Räumlichkeiten, beispielsweise für die ausserschulische Betreuung oder die Bibliothek. Die Interessengemeinschaft Asta-Areal wehrte sich aber gegen die Pläne des Gemeinderates.
Nun haben die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung dem Gemeinderat den Rücken gestärkt und einen Kredit in der Höhe von 360'000 Franken für eine Studie angenommen - mit 55 zu 18 Stimmen. Ein Gegenvorschlag der Interessengemeinschaft Asta-Areal wurde damit nicht behandelt. Dieser sah vor, dass die Gemeinde vor einem Detailbebauungsplan nochmals die Gemeindebürger miteinbeziehen muss. Der Gemeinderat wies jedoch darauf hin, dass man auch in Zukunft transparent informieren will.
Ein Überweisungsantrag der IG Astra-Areal für die Verpflichtung einer gemeinnützigen Bauträgerschaft wurde von der Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger abgelehnt. Sie stimmten mit 47 zu 21 Stimmen gegen das Anliegen. In einem nächsten Schritt sollen vier Architekturbüros Überbauungsvorschläge eingereicht werden, so Gemeinderat Yves Bürdel.
Schwarze Zahlen dank Fusionsbeitrag
Das Budget 2022 mit einem Gewinn von rund 530'000 Franken genehmigten die Anwesenden ohne Gegenstimme. Das gute Ergebnis ist laut dem Gemeinderat auf den einmaligen Fusionsbeitrag von 1,5 Millionen Franken zurückzuführen. Die Gemeinde plant nächstes Jahr mit einem Aufwand von insgesamt 29.5 Millionen Franken.
Die Gemeindeversammlung bestätigte neben dem Budget auch die Investitionsrechnung einstimmig. Die Gemeinde Tafers will im nächsten Jahr Investitionen im Umfang von rund 14,4 Millionen Franken tätigen.
Abfallgebühren nach Verbraucherprinzip
Die Stimmberechtigten hiessen zudem verschiedene Reglemente gut, darunter das neue Schulreglement und das vereinheitlichte Abfallreglement. Das Abfallreglement in der Gemeinde Tafers wird nach den Worten der Finanzkommission fairer, gerechter und zeitgemäss. Die Stimmbevölkerung folgte dieser Argumentation und genehmigte es einstimmig. Dadurch werden die Abfallsäcke der Ortsteile St. Antoni und Alterswil günstiger, weil sie den Preisen des Ortsteils Tafers angeglichen werden. Das neue Reglement wird die Gebühren zudem dem Verbraucherprinzip anpassen. Das heisst, ein kleiner Haushalt wird in Zukunft weniger zahlen als ein grösserer.




