"Verheerende humanitäre Folgen für die Ukraine"
Russland führt Krieg gegen die Ukraine. Der Freiburger Staatsratspräsident Olivier Curty zeigt sich betroffen.

Überall auf der Welt finden Solidaritätskundgebungen für die Ukraine statt. Auch die Freiburger Regierung bezieht Stellung. "Der Angriff verursacht eine sehr tiefe Traurigkeit bei uns", sagt Wirtschaftsdirektor und Staatsratspräsident Olivier Curty (Die Mitte). Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg geraten zwei souveräne Staaten in Europa militärisch aneinander.
"Der Krieg wird verheerende humanitäre, soziale und politische Folgen für die Ukraine haben", sagt Curty. Eine Ausbreitung des Konflikts sei zudem real. "Das hätten wir uns vor einigen Monaten nicht vorstellen können."
Europaweite Konsequenzen
Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts betreffen ganz Europa und auch die Schweiz. "Gestern ist der Preis für eine Gigawattstunde Strom auf dem Markt um 25 Prozent gestiegen", sagt Olivier Curty. Mittel- und langfristig erwartet er deshalb einen Anstieg der Inflation.
Der Energiesektor ist dabei einem besonderen Risiko ausgesetzt, so Curty. "Die Schweiz ist zu 47 Prozent von russischem Gas abhängig." Welche genauen Konsequenzen der Konflikt und die Sanktionen gegen Russland auf den Kanton und Freiburger Unternehmen haben, lässt sich zurzeit nur schwer abschätzen.




