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Kajakfahrer auf dem Neuenburgersee gerettet

Die Rega und der Wasserrettungsgesellschaft von Estavayer-le-Lac konnte am Donnerstagaben in der Nähe von Chevroux (VD) ein Kajakfahrer retten.

Die Rega im Einsatz auf dem Neuenburgersee. © zvg

Die Kantonspolizei Waadt setzte Donnerstagabend kurz vor 19.00 Uhr die Rega ein, um einen Kajakfahrer zu lokalisieren, der in der Nähe von Chevroux im Wasser trieb. Dieser hatte sich während des vorbeiziehenden Sturms umgedreht und sein Kajak verloren. Da er sich 300 Meter vom Ufer entfernt befand, war es ihm aufgrund der Strömung und der Wellen unmöglich, an Land zu gelangen. Die hilflose Person hatte jedoch immer ein Mobiltelefon bei sich, mit dem sie die Rettungskräfte alarmieren konnte.

Für den Einsatz wurden die Rega-Crew aus Lausanne und sieben Mitglieder der Wasserrettungsgesellschaft aus Estavayer-le-Lac eingesetzt. Die Retter versuchten zunächst, den Kajakfahrer per Boot zu finden. Nach dem Einsatz des Helikopters übermittelten sie der Rega-Crew einen Suchsektor.

Vor Ort angekommen, konnte die Rega-Crew den Kajakfahrer rasch lokalisieren. Dieser war zwei Kilometer weit abgetrieben und befand sich auf der Höhe von Gletterens im Kanton Freiburg. Der Rettungssanitäter warf ihm einen Rettungsring zu, bevor der Pilot den Helikopter über dem Opfer schweben liess, um die Stelle für das Boot zu markieren. Die Stelle wurde dann markiert, damit das Boot der örtlichen Rettungsgesellschaft kommen und die in Not geratene Person herausziehen konnte.

Dieser Einsatz erforderte eine gute Funkverbindung zwischen der Rega-Crew und der Wasserrettungsgesellschaft von Estavayer. Wegen der hohen Wellen war es sehr schwierig, den Kajakfahrer von einem Boot aus zu entdecken. Für die Rega-Crew aus Lausanne war es das erste Mal, dass ein neues, selbstaufblasendes Bojen-Gerät im Ernstfall eingesetzt wurde. Die Rugbyball-ähnlichen Kapseln ersetzen die Sagex-Bojen, die bisher bei der Wasserrettung eingesetzt wurden. Die selbstaufblasbare Boje konnte dem Kajakfahrer präzise zugeworfen werden und bot ihm Halt, nachdem er fast eine Stunde im Wasser verbracht hatte.

RadioFr. - Redaktion
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