Schadensbilanz im Naturschutzgebiet
Im vergangenen Juli wurde auch die Grande Cariçaie am Neuenburgersee überflutet. Darunter hat die Artenvielfalt gelitten.

Die Schäden im Naturschutzgebiet Grande Cariçaie am Neuenburgersee sind überschaubar. Laut dem Biologen und wissenschaftlichen Mitarbeiter im Naturschutzgebiet, Christophe Le Nédic, sei die biologische Vielfalt von den starken Hochwassern im Juli zwar beeinträchtigt worden. Die Folgen sollten jedoch nicht dramatisch sein.
"Wir werden nächstes Jahr ein Inventar machen."
Vor allem kleine Lebewesen hätten gelitten. "Tiere wie Käfer und Heuschrecken waren sehr stark betroffen. Einige konnten sich für eine Weile auf Schilfhalme flüchten. Viele sind aber ertrunken", sagt der Biologe. Die Verantwortlichen können jedoch noch keine abschliessende Bilanz ziehen. Es brauche eine längerfristige Überwachung, um den genauen Einfluss auf die Artenvielfalt zu bestimmen. "Wir werden nächstes Jahr ein Inventar machen."
Die Biologinnen und Biologen im Naturschutzgebiet konzentrieren sich dabei auf prioritäre Arten, wie beispielsweise den Purpurreiher. Zwischen sechs und zehn Paare nisten in diesem Naturschutzgebiet, was etwa der Hälfte der Schweizer Population dieses Vogels entspricht.
Positive Folgen
Das Hochwasser habe aber auch positive Seiten. Vor allem die Sumpfpflanzen hätten sich weiter verbreiten können als in normalen Jahren und Sträucher seien nur schlecht gewachsen. Das vereinfacht laut Christoph Le Nédic die Arbeit der Biologen, da sie weniger intervenieren mussten.
Auch für die Tiere hatte das regnerische Wetter positive Folgen. "Es gab weniger Spaziergänger, weshalb die Arten weniger gestört wurden", sagt Le Nédic. Deshalb habe es eine gute Brut gegeben.




