Wie viel Freiwilligenarbeit leisten wir?

In unserem Leben steckt viel Freiwilligenarbeit. Wo helft ihr gerne mit?

Feldschiessen, Feuerwehr, Blutspende, Nachbarschaftshilfe, Vereinsarbeit oder Nachhilfe – viele Menschen verschiedenen Alters leisten ehrenamtliche Arbeit. Dazu gehören nicht nur der Hütedienst der Grosseltern für ihre Enkelkinder, der Aufbau eines Elternrats in mühsamen Sitzungen oder das Engagement in einem Organisationskomitee für eine Ausstellung oder einen Ortsbus.

Freiwilligenarbeit findet auch dann statt, wenn statt zwei Kids sechs am Mittagstisch sitzen, weil sich arbeitende Eltern untereinander aushelfen. Tipp: Gnocchi nicht gekocht, sondern direkt mit Käse angebraten gehen immer, damit alle zufrieden sind. Und wenn den einen keine Gurken passen, den anderen dafür keine Tomaten, immer Rüebli aufschneiden. Die Liga der Gurken- und Tomatenhasser ist dieselbe, Rüebli gehen immer.

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Freiwillig ist die Arbeit auch dann, wenn wir älteren, alleinstehenden Menschen beim Entsorgen helfen, ihnen einen Fahrdienst anbieten oder einen traditionellen Gugelhopf backen. Es müssen eben keine modernen Muffins mit Topping sein.

Freiwilligenarbeit findet in jeder Lebensphase statt: Wenn sich knapp 18-jährige Jubla- und Sola-Leiter während unzähligen Stunden treffen, um kleineren Kids den Sommer zu verschönern und Lehrlinge ihre raren Ferien darangeben. Wenn Grosseltern die Sommerferien ihrer Enkelkinder überbrücken, weil deren Eltern nicht neun Wochen, sondern zwei Wochen Ferien haben und die Kita geschlossen oder zu teuer ist.

Freiwilligenarbeit ist dann, wenn wir den Müll der Auswärtigen wegräumen, so im Sinn "Stopp Littering", obwohl wir noch kein einziges Mal dort chillen waren, wo der Müll liegt.

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Auf Neudeutsch wird Freiwilligenarbeit Volunteering genannt und bei jeder Grossveranstaltung wie der EM oder der Olympiade von einem Management verwaltet. Vor Corona gingen wir für einen Gratis-Dreitages-Bändel freiwillig zum Bierfass-Wechsel oder in den VIP-Goldbändeli-mit-Gratis-Schampus-Service.

Schliesslich giessen wir in einem trockenen Sommer täglich die Pflanzen des Nachbarn und füttern seine Katze – das Giessen übernimmt heuer zwar Petrus, doch das Büsi will im Katzenjammersommer dennoch täglich gefüttert werden.

Was uns gemeinsam ist, ist die hohe Bereitschaft für Freiwilligenarbeit. Weshalb tun wir das? Und wie viel ehrenamtliche Arbeit liegt drin, um sich glücklich oder unglücklich zu fühlen? Denn Hilfe macht glücklich – oder wie sieht das bei euch aus?



Frapp - Martina Schelker / pef/cys