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Zwangsverwaltung in Ecublens

In Ecublens im Glanebezirk griff der Staat Freiburg zu einer seltenen Massnahme. Er stellte die Gemeinde Ecublens unter Vormundschaft.

In Ecublens im Glanebezirk musste der Staat intervenieren. © RadioFr.

Seit mehreren Jahren soll es in der Gemeinde Ecublens starke Spannungen geben. Dies schreibt der Staatsrat mit Bezug auf den Oberamtmann des Glanebezirks Willy Schorderet. Zuvor hatte der Oberamtmann beim Staatsrat die Zwangsverwaltung beantragt. Damit verwaltet nun eine Kommission aus drei gemeindeexternen Personen quasi die Gemeinde. Sie verfügt über die Befugnisse des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung. Ausserdem wurde die Kommission beauftragt, in Ecublens wieder ein vertrauensvolles Klima herzustellen und den Fusionsprozess zu begleiten.

Seltene Massnahme

Der Staatsrat betont, dass eine Zwangsverwaltung, äusserst selten vorkomme. Jedoch habe er feststellen müssen, dass sich die Lage, trotz des vollständig erneuerten Gemeinderates seit März 2021, nicht verbessert habe. In den letzten Monaten hätten die Spannungen dem Staatsrat zufolge gar noch zugenommen. Die Spannungen behinderten letztlich das ordnungsgemässe Funktionieren der Gemeindeorgane.

Die Zwangsverwaltung bleibt laut dem Staatsrat so lange bestehen, wie nötig. Erst wenn das ordnungsgemässe Funktionieren der Gemeindeorgane gewährleistet ist, sieht der Staatsrat von der Zwangsverwaltung ab.

RadioFr. - Ivan Zgraggen
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