Umwelt
18 mars 2022 à 17:28
Lichter aus
Die Stadt Freiburg will gegen die Lichtverschmutzung vorgehen. Dazu hat sie ein Experiment gestartet.

Vor zwei Jahren hat die Stadt Freiburg eine Studie zur öffentlichen Beleuchtung in Auftrag gegeben. Die Verantwortlichen schlugen vor, die Strassenbeleuchtung in verschiedenen Bereichen anzupassen. Genau das will die Stadt jetzt ausprobieren. "Wir möchten die Intensität der Lichter senken und Alternativen zu normalen Laternen bieten", sagt Gemeinderätin Andrea Burgener Woeffray (SP). Mit seiner Strategie will der Gemeinderat die Biodiversität erhalten, Strom sparen und die Bevölkerung sensibilisieren. An sieben Standorten kommen nicht mehr die gewohnten Strassenlaternen zum Einsatz. So zum Beispiel in der Unterstadt. An der Saane entlang fällt die Beleuchtung auf einer Seite ganz weg, auf der anderen kommen Solarlampen zum Einsatz. Dunkel ist es trotzdem.
Sicherheitsgefühl als Knackpunkt
Die Stadt Freiburg ist nicht der erste Ort, der gegen die Lichtverschmutzung vorgeht. Während die Gemeinde Wünnewil positive Erfahrungen damit macht, scheiterten die Bemühungen in Murten. Die Bevölkerung fühlte sich nicht sicher. Sollte das auch in Freiburg der Fall sein, will der Gemeinderat reagieren. "Dann bieten wir eine der verschiedenen Möglichkeiten an, die wir in unserem Werkzeugkasten haben", sagt Burgener Woeffray. Dazu gehören unter anderem fluoreszierende Kieselsteine, Solarlampen oder Lampen mit Bewegungsmeldern.
Klar ist für Burgener Woeffray aber auch: "So wie jetzt soll es nicht mehr werden." Die Testphase dauert zwei Monate. Auf der Website der Stadt kann die Bevölkerung ihre zum Projekt Meinung kundtun.




