Achtungserfolg für den FC Plaffeien
Zum Start der Rückrunde in der Fussball 2. Liga trotzt das Schlusslicht Plaffeien dem Leader Ueberstorf ein 2:2-Unentschieden ab.

Die Ausgangslage vor dem Sensler Derby in der 2. Liga hätte klarer nicht sein können: Der FC Plaffeien hat in der Vorrunde nur gerade drei Punkte geholt, hat keinen Sieg feiern können und ist in der Tabelle mit zehn Punkten Rückstand auf dem letzten Platz. Gegenüber stand zum Start der Rückrunde der FC Ueberstorf, der Tabellenleader der 2. Liga, 31 Punkte, keine Niederlage und bereits 40 Treffer erzielt.
Das Motto der Oberländer für das Heimspiel war klar: Man hat nichts zu verlieren! Genau so startete das Team von Michael Grossrieder in das Spiel, war mit einem 4-3-3 System sehr offensiv eingestellt und setzte die Gäste aus Ueberstorf früh unter Druck. Der Leader kam mit dem starken Pressing des Heimteams nicht zurecht und hatte Mühe, in die Partie zu finden. Verdient gingen die Plaffeier nach einer guten halben Stunde in Führung. Dominic Rotzetter flankte von links auf den zweiten Pfosten, Yves Käser hämmerte den Ball herrlich per Volley in die Maschen.
Plaffeien gut, aber am Ende nicht belohnt
Kurz vor der Pause, praktisch eine Kopie des ersten Treffers der Plaffeier: Wieder flankte Rotzetter von links, wieder auf den zweiten Pfosten. Diesmal war es aber der aufgerückte Aussenverteidiger Nicolas Wider, der für die Oberländer einnetzte. Der Jubel nach den beiden Treffern auf der Sellen war riesig, der FC Plaffeien glaubte an die Sensation, an den Sieg gegen den FC Ueberstorf.
Zum Start der zweiten Halbzeit wechselte FCÜ-Trainer Joël Durret gleich drei Spieler aus. Mit Fabio Fürst und Joel Jungo kamen zwei Stammspieler, dazu verstärkte Sandro Schafer das Mittelfeld. Mit diesen Wechseln nahm das Spiel von Ueberstorf Fahrt auf. Zwar wehrte sich das Heimteam mit allem gegen die anlaufenden Gäste. Mit einem Distanzschuss aus gut 40 Metern erwischte FCÜ-Innenverteidiger Philipp Spicher den Plaffeier Torhüter Roger Wingeier – ein Prachtstor!
Danach begannen die Oberländer zu wanken, fielen aber lange nicht. Kleine Nadelstiche in der Offensive und vor allem solidarische Verteidigungsarbeit konnten die knappe 2:1-Führung lange aufrechterhalten. Auch, weil die Ueberstorfer viele Chancen kläglich ausliessen. In der 87. Minute aber fiel die Festung: Plaffeien konnte den Ball nicht entscheidend klären, der eingewechselte Sandro Schafer traf aus rund 16 Metern unten rechts und holte damit einen Punkt für den Leader.




