"Auch der Tag danach war noch gut"
Rechtzeitig auf das Finale der Qualifikation ist Stammtorhüter Reto Berra zurück im Line-Up. Der 36-Jährige erzählt, was nach seinem Comeback gegen Lugano alles passiert ist.

„Es ist so schön, ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie hat sich wirklich zerrissen, dass ich ein angenehmes Comeback feiern konnte“, sagte ein fast schon gerührter Reto Berra nach dem Sieg gegen den HC Lugano am letzten Dienstag. Eigentlich wäre Berras Comeback erst für den ZSC Match am Freitag geplant gewesen, doch eine Verletzung von Connor Hughes bewog die Gottéron Verantwortlichen zusammen mit Reto Berra zur Entscheidung, schon früher die Schlittschuhe zu schnüren. „Es war die richtige Entscheidung,“ konstatierte Berra im Training zwei Tage später. „Auch der Tag danach war gut, es fühlte sich nichts speziell an, ich freue mich auf den Match gegen die ZSC Lions“. Seit seiner Verletzung Anfangs Oktober sind fast vier Monate vergangen, Reto Berra hat also den Grossteil der Saison verpasst.
Das war sehr emotional
Für den wichtigsten Teil der Saison, das Finale der Qualifikation und die Playoffs, steht Reto Berra nach einer Operation nun wieder zur Verfügung. Er habe schon einige Nachrichten bekommen nach seinem Come Back. „Ich probierte mich immer sofort zu bedanken, es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass so viele Leute mit dir mitfiebern und so an dich denken.“ Ob ihm solche Nachrichten trotz seiner schon langen Karriere noch nahegehen. „Selbstverständlich! Das hat mit Routine nichts zu tun.“ Dass jetzt mit den ZSC Lions ein Team mit einigen Verletzungssorgen nach Freiburg kommt, interessierte Berra nicht gross. „Man kann noch so sehr daran glauben, dass jetzt ein Team kommt, welches auf dem Papier schlecht ist und beim nächsten Mal ein Team das auf dem Papier gut ist, meistens kommts dann gerade umgekehrt.“ Reto Berra spricht gewohnt frisch von der Leber weg, man merkt, das Feuer brennt im Zürcher in Freiburger Diensten. Während seiner Abwesenheit habe er die Mannschaften viel im Fernsehen beobachtet und so probiert, viel für die Spiele mitzunehmen.
Gottéron praktisch in Vollbesetzung
Doch nicht nur Reto Berra ist bei Gottéron aufs Eis zurückgekehrt. Mit Connor Hughes, Marcus Sörensen, sowie Sandro Schmid, der von der Sperre zurück ist, stehen Christian Dubé praktisch sämtliche Optionen zur Verfügung. In der Verteidigung wird der, noch vor Weihnachten so gelobte, Juuso Vainio einmal mehr überzählig sein. Die ZSC Lions ihrerseits müssen mehrere Wochen auf das Duo Andrighetto/Hollenstein verzichten.
Mögliches Line-Up
Tor:
Berra
Verteidigung:
Gunderson - Dufner
Diaz - Seiler
Sutter - Jecker
Chavaillaz
Sturm:
Bertschy - Rask - Sprunger
Sörensen - De la Rose - Schmid
Jörg - Walser - Marchon
Kuokkanen - Desharnais - Mottet
13. Bykov




