"Ich würde mich nicht als Rapper definieren"

Cinnay hat kürzlich einen Remix seines Albums Supernova herausgebracht. Mit RadioFr. hat er über seine Inspiration gesprochen.

Vor einigen Jahren war der heute 22-Jährige Murtner das letzte Mal bei uns im Studio. Mittlerweile hat er sich in der Schweizer Rap-Szene einen grossen Namen gemacht. Kürzlich hat er einen Remix, also eine Neuproduktion, seines letzten Albums "Supernova" aufgenommen.

"Zuerst glaubte ich nicht, dass es zustande kommen würde"

Für den Remix haben verschiedene Schweizer Künstler seine Originaltöne übernommen und neue Songs daraus kreiert. "Mit dem Remix wollten wir ein Album schaffen, das für längere Zeit Bestand hat - statt Wegwerfmusik zu produzieren", erklärt der Murtener. Da er den Musikern grösstenteils freie Hand beim remixen liess, entstanden musikalisch interessante Crossovers zwischen verschiedenen Genres. Dies scheint Cinnay recht zu sein: "Ich würde mich nicht als Rapper definieren. Ich bringe auch viele RnB- und Pop-Einflüsse in meine Musik rein."

"Die Alten glauben, dass die Jungen nicht mehr rappen können"

Trotzdem gilt er mittlerweile als eine Art Modellfigur der jungen Schweizer Rapszene. Beispielsweise war er in diesem Jahr in der SRF-Dokumentation "Uf Takt" zu sehen, welche ein Porträt von drei Jahrzehnten Rapmusik aus der Deutschschweiz zeigt. Mit seinem Remix möchte er auch eine Brücke zwischen den Generationen bauen. "Manchmal hat die ältere Generation das Vorurteil, dass die Jungen nur noch Autotune benutzen und gar nicht mehr rappen können." Wenn er aber rappe, würde dies besonders bei den Älteren gut ankommen.

Cinnay befindet sich zurzeit auf Tour und wird am 16.10. im Bad Bonn in Düdingen auftreten. An diesem Anlass findet ebenfalls seine Plattentaufe statt.

RadioFr. - Anne Moser / cys