Das Fischzuchtdebakel ist analysiert
Im Bericht der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) kommt die Fischzuchtanlage in Estavayer-Le-Lac nicht gut weg.
"Das Debakel um die Fischzuchtanlage in Estavayer-le-Lac ist ein Fall, den wir nicht mehr erleben wollen", sagt Grossrat und Vize-Präsident der PUK, Eric Collomb (die Mitte). In Bericht der Kommission steht dann auch, dass das Debakel hätte verhindert werden können, wenn der Staat sich an die ursprünglichen Pläne des Fachingenieurs gehalten hätte. Nachdem dieser das Projekt aus gesundheitlichen Gründen nicht weiterführen konnte, wurde er nicht entsprechend ersetzt.
Fehler auf allen Stufen
Die Nachlässigkeiten der verschiedenen Akteure seien nicht entschuldbar, heisst es in den Schlussfolgerungen des Berichtes. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Kanton die Verantwortung für die technischen Anlagen an Unternehmen vergeben haben, die nicht spezialisiert waren in diesem Bereich. Zudem bemängelt der Bericht, dass die beiden involvierten Direktionen zu wenig zusammengearbeitet haben.
Trotzdem wolle der Bericht niemand an den Pranger stellen. "Wir wollen nicht monatelang über die Leute sprechen, die ihre Aufgaben nicht richtig gemacht haben, sondern die zukünftigen Projekte besser führen und bauen", so Collomb weiter.
Nochmals 1,4 Millionen Franken
Die PUK empfiehlt nun, die Fischzuchtanlage am Neuenburgersee umzubauen und wieder in Betrieb zu nehmen. Sie rechnet mit Kosten von weiteren 1,4 Millionen Franken. Das gleiche Anliegen verfolgt auch ein Volksmotion, die im November vom Grossen Rat behandelt wird.
Die Fischzuchtanlage wurde 2016 für 2,5 Millionen Franken erstellt, hatte aber nie richtig funktioniert. Der Grosse Rat hat deshalb eine PUK eingesetzt.







