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Das Freiburger Spital erhöht seine Testkapazitäten massiv

Eine neue Maschine erlaubt es dem HFR, bis zu 800 Corona-Tests pro Tag durchzuführen. Trotzdem ist das Spital auf externe Labors angewiesen.

Mit dem neuen Gerät ist das HFR weniger stark von externen Labors abhängig © Keystone

Sie ist etwa drei Meter lang, eineinhalb Meter hoch und besteht aus vier Teilen: Die neue Maschine des Freiburger Spitals HFR. Mit ihr kann das Spital seine Corona-Testkapazitäten massiv erhöhen.

„Im ersten Teil der Maschine werden die Proben eingesetzt", erklärt Stefan Pfister, stellvertretender Leiter des Labors. Im zweiten Modul befinden sich die Reagenzien – chemische Stoffe – und Verbrauchsmaterialien wie die Pipetten. „Im dritten Teil werden die Proben aufbereitet und das genetische Material aus dem Virus herausgeholt." Schliesslich wird das Genmaterial des Virus vervielfältigt und nachgewiesen, was zum Resultat der Analyse führt.

Das Gerät eignet sich aber nicht nur für Corona-Tests. Es kann beispielsweise auch sexuell übertragbare Krankheiten nachweisen. Zudem ist es sehr effizient. „Die Maschine hat eine sehr hohe Analysekapazität, weil sie ursprünglich für den Blutspendedienst entwickelt wurde", so Pfister. Bei diesen müssten viele Proben in kurzer Zeit ausgewertet werden.

Damit ist die Maschine in der Corona-Pandemie von grossem Vorteil. 800 Tests sind pro Tag möglich. Bisher waren im ganzen Kanton Freiburg 600 Tests pro Tag möglich, im Labor des Freiburger Spitals sogar nur 150.

Mehr Unabhängigkeit für das Spital

Mit der Maschine ist das HFR weniger stark auf externe Labors angewiesen. Trotzdem kommen diese weiterhin zum Zug. Denn alles kann das neue Gerät des Freiburger Spitals nicht. „Die Maschine erkennt alle Viren, kann aber nicht unterscheiden, ob es sich um eine Mutation handelt oder nicht“, sagt Pfizer. Deshalb schicke das HFR weiterhin Proben an externe Labors.

Zu den Kosten der Maschine möchte sich das HFR nicht äussern. Normalerweise koste sie eine halbe Million. Allerdings habe das Freiburger Spital einen besseren Preis aushandeln können.

RadioFr. - Yves Kilchör / Fabio Peter
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