Das Freiburger Spital HFR ist teurer als die Privatspitäler
Laut einem Bericht des Bundesamts für Gesundheit gehören Behandlungen im Kantonsspital zu den teureren in der Schweiz.

Eine Behandlung im Spital kann schnell teuer werden. Bisher war es jedoch schwierig, die Kosten der Spitäler zu vergleichen, da sich die Anzahl und die Schwere der Fälle von Ort zu Ort unterscheiden. Jetzt hat das Bundesamt für Gesundheit BAG berechnet, wie viel eine standardisierte Behandlung – also eine unabhängig von ihrer Schwere – in den 160 untersuchten Krankenhäusern kostet. Die Liste soll Patientinnen und Patienten sowie den Kantonen Anhaltspunkte dafür geben, wie effizient diese sind.
Zwischen den Freiburger Spitälern zeigt sich dabei ein grosser Unterschied. Im Freiburger Spital HFR schlägt eine standardisierte Behandlung mit 10'864 Franken zu Buche. Damit belegt das Kantonsspital den 35. Platz in der Tabelle des BAG – und ist teurer als das Berner Inselspital. In einer ähnlichen Preisklasse bewegen sich auch die Unispitäler von Zürich und Basel.
Bei den Freiburger Privatspitälern Daler und Clinique Général hingegen kostet eine Behandlung rund 2000 Franken weniger. Sie gehören damit zu den 15 günstigsten Krankenhäusern der Schweiz. Das würde bedeuten, dass die Privatspitäler effizienter sind als das Kantonspital. Das BAG weist jedoch darauf hin, dass eine gewisse Ungenauigkeit bestehe und nicht zwingend ein solcher Schluss gezogen werden kann.




