Das Megaprojekt Golf de la Gruyère wird zwangsweise gestoppt

Das Oberamt des Greyerzerbezirks ist der Ansicht, dass die erteilten Baugenehmigungen aufgrund fehlender Garantien nicht mehr gültig sind.

Die Projektträger geben an, dass ein neues, redimensioniertes Projekt erneut zur Prüfung vorgelegt wird. © Keystone SDA

Das 350-Millionen-Projekt des Golfplatzes in Pont-la-Ville ist ins Stocken geraten. Die Baugenehmigungen sind abgelaufen, während die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben. Die Bauherren haben nicht den ernsthaften Willen gezeigt, den Bau fortzusetzen.

Der Oberamtmann des Greyerzerbezirks Vincent Bosson geht auf die Entscheidung ein, die heute Morgen von La Gruyère und La Liberté bekannt gegeben wurde. Er gibt insbesondere an, dass er aufgrund einer fehlenden Finanzierungsgarantie so entschieden habe. "Wir wollten sicherstellen, dass die Promotoren die Mittel haben, um das Projekt zu Ende zu bringen. Das Risiko ist zu groß, dass eine Baustelle wegen fehlender Finanzierung abrupt beendet wird."

Nach Ansicht des Präfekten hätte diese Situation langfristig einen der schönsten Aussichtspunkte des Greyerzerlandes verunstaltet. Zur Erinnerung: Die Baugenehmigungen betrafen insbesondere den Bau von vier Gebäuden, die ein Hotel sowie Wohnungen umfassen, die Umgestaltung und Erweiterung des Golfplatzes und den Bau von etwa 30 Luxusresidenzen.

Promotoren, die von den Zeitungen der Saint-Paul-Gruppe kontaktiert wurden, waren von dieser Entscheidung überrascht. Sie gaben immerhin an, dass ein neues, redimensioniertes Projekt erneut zur Prüfung vorgelegt werde. Der Präfekt des Greyerzerbezirks gibt an, diesbezüglich keine Informationen erhalten zu haben. 

Staatsratspräsident, Didier Castella, bedauert die Situation. "Das Projekt war unterstützt worden. Es war für die Region und für den Kanton interessant. Es ist immer schade, wenn man sieht, dass ein Projekt begonnen wurde und nicht zustande kommt", erklärt Castella. 

RadioFr. - Loïc Schorderet / Übersetzung: JC
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