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Das Trinkwasser in Wünnewil sorgt für Probleme

Seit letztem Freitag muss das Trinkwasser in Wünnewil abgekocht werden. Der Grund für das Problem könnte eine überlastete UV-Anlage sein.

Das Trinkwasser in Wünnewil sollte momentan nicht konsumiert werden. © KEYSTONE

Die Ultraviolett-Anlage der Wasserversorgungsgenossenschaft Wünnewil besteht seit 2006 und kann eine Wassermenge von 500 Liter pro Minute behandeln. Im Juli wurde diese Menge wegen der starken Regenfälle zeitweise überschritten. Dies könnte die Ursache des Problems sein, bestätigt der Syndic von Wünnewil-Flamatt Andreas Freiburghaus:

Das Hauptproblem war ein Schutzmechanismus in der UV-Anlage, welcher nicht funktioniert hat. Wird die Durchflussmenge von 500 Liter pro Minute überschritten, sollte das Wasser automatisch in einen Fluss umgeleitet werden und nicht in das Reservoir in Dietisberg laufen. Dieser Schutzmechanismus griff jedoch nicht. Dieses Problem soll nun behoben werden.

Braucht es mehr Proben des Trinkwasser?

Das Trinkwasser wird jährlich fünfmal überprüft, gemäss eines Probenplans. Die Untersuchung wird umfangreich vom kantonalen Labor für Lebensmittelsicherheit durchgeführt. Die Wasserversorgungsgenossenschaft Wünnewil entnimmt dem Reservoir in Dietisberg zusätzlich mindestens fünf Proben auf freiwilliger Basis. Dies reicht im Normalfall auch, sagt Syndic Andreas Freiburghaus.

In Zukunft also ist es gut möglich, dass die Gemeinde Wünnewil-Flamatt in Zusammenarbeit mit der Wasserversorgungsgenossenschaft Wünnewil das Trinkwasser in Dietisberg vermehrt überprüft, falls es zu starken Regenfällen kommt.

Gestern Montag wurde eine erneute Wasserprobe untersucht, um festzustellen, ob das Trinkwasser weiter abgekocht werden muss oder wieder den Normen entspricht. Die Gemeinde will noch am Dienstagabend auf ihrer Homepage darüber informieren.

RadioFr. - Fabian Waeber
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