"Der Streik war ein Flop"
350 Maurer haben gestern Montag in Freiburg gegen den neuen Gesamtarbeitsvertrag gestreikt. Nun meldet sich die Gegenseite zu Wort.

Am Montag gingen in der Westschweiz tausende Maurer auf die Strasse, um zu streiken. Grund dafür war, dass die Verhandlungen über den neuen Gesamtarbeitsvertrag GAV ins Stocken geraten sind. In Freiburg versammelten sich 350 Maurer in der Bluefactory, um ihrem Unmut kund zu tun.
Wenn das ein Streik war, war es ein riesen Flop!
Die 350 Streikenden seien nicht einmal zehn Prozent der rund 4000 Bauarbeiter des Kantons Freiburg, sagte Jean-Daniel Wicht weiter. "Meinen Informationen zufolge wollten viele Arbeiter überhaupt nicht streiken." Die Anschuldigungen, dass Firmen ihren Arbeitern verboten hätten, am Streik teilzunehmen, wies Jean-Daniel Wicht von sich. "Einige Tage im Voraus wurden die Arbeiter gefragt, ob sie am Streik teilnehmen wollen." So hätten die Baustellen für gestern Montag organisiert werden können.
Falsche Anschuldigungen als Hauptargument
Ein grosser Streitpunkt für die Arbeiter war zudem, dass im neuen GAV die über 50-jährigen Mitarbeiter weniger Lohn erhalten sollen. Dies stimme aber hinten und vorne nicht, meinte Jean-Daniel Wicht. Dies sei aus einem Zeitungsartikel hervorgegangen, in welchem ein Präsident einer Solothurner Kantonsorganisation einen ähnlichen Vorschlag gemacht habe. Dieser sei aber nicht in die Verhandlungen um den GAV integriert.
Das sind Fake News. Kein Arbeitgeber will die Löhne der Arbeiter kürzen
Fakt ist, dass die Verhandlungen für den neuen Gesamtarbeitsvertrag der Schweizer Bauarbeiter stagniert. Der GAV läuft Ende des Jahres 2022 aus, ein neuer soll unterzeichnet werden. Alle Partien wollen sich im November noch einmal treffen, um die genauen Bedingungen des neuen GAV zu besprechen.





