Streik! Die Maurer legen heute die Arbeit nieder
Die Verhandlungen zwischen dem schweizerischen Baumeisterverband und den Gewerkschaften Unia und Syna stagnieren. Darum wird gestreikt.

In der Branche wird der neue Gesamtarbeitsvertrag GAV ausgehandelt, da der alte Ende Jahr ausläuft. Seit Februar wird darum am runden Tisch zwischen dem schweizerischen Baumeisterverband und den Gewerkschaften verhandelt. Sechsmal wurde diskutiert, sechsmal keine Einigung getroffen. Da die Verhandlungen stagnieren, haben die Gewerkschaften zum Streik aufgerufen. Forderungen der Arbeitgebenden wie eine 58-Stunden-Woche im Sommer oder Lohnsenkungen für die über 50-Jährigen stehen im Raum.
Erzürnte Maurer haben deswegen heute in der ganzen Schweiz die Arbeit niedergelegt. Auch in Freiburg, wo sich heute Morgen über 400 Streikende auf dem Gelände der Blue Factory versammelten.
Das Interview mit einem jungen Maurer, der lieber anonym bleiben möchte.
Nicht alle Arbeitgebende waren mit dem Streik einverstanden. Einige wollten verhindern, dass "ihre Maurer" teilnehmen, wie François Clément, Co-Sekretär von Unia Freiburg, erklärte. Er sprach von Einschüchterungsversuchen und Drohungen per SMS oder gar, dass Maurer heute Morgen auf ihrer Baustelle eingesperrt wurden.
Die Forderungen der Gewerkschaften sind klar:
- eine Lohnerhöhung im Sinne des Teuerungsausgleiches
- der Kündigungsschutz für die über 50-Jährigen
- die Beibehaltung des sogenannten Jahresplanes, sprich ein Neun-Stunden Tag im Sommer, acht Stunden im Winter
- spezifische Schutzbestimmungen während Hitzetagen
Der letzte Punkt sei besonders wichtig. Schon heute sterbe jede zweite Woche ein Bauarbeiter während seiner Arbeit.




