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"Der Tod wäre eine Befreiung gewesen"

Roman Jerjen lebt seit seiner Kindheit mit cystischer Fibrose, einer Lungenkrankheit. Es gab Zeiten, da glaubt er nicht mehr ans Überleben.

Roman Jerjen lebt mit cystischer Fibrose - auch bekannt als Mukoviszidose. © zvg

"Cystische Fibrose ist eine Erbkrankheit auf dem 7. Gen. Betroffen ist die Sekret-Produktion im Körper", erklärt Roman Jerjen seine Krankheit. Betroffen sind Organe wie die Bauchspeicheldrüse oder die Lunge. Eben alle Organe, die Sekrete produzieren. Der Schleim verdickt sich und dadurch kann sich das Lungengewebe entzünden. Keime haben leichteres Spiel. 

Darminfekt greift auf Lunge über

"Ich gehöre mit Jahrgang 1974 zu der älteren Generation", sagt Jerjen. Die Lebenserwartung für CF-Patienten liegt bei rund 57 Jahren. "Es gibt heute neue Medikamente und Therapien", sagt Jerjen. Er habe viele Menschen, auch Freunde, sterben sehen. Sie alle teilten dasselbe Schicksal. 

Jerjens Situation verschlimmerte sich im Jahr 2012 ganz plötzlich. Schuld war eine Infektion im Darm. Diese griff auf die Lunge über.

Von da an hatte mein Körper keine Chance mehr auf Erholung.

Roman Jerjen

Die Lage verschlechterte sich so fest, dass er zweimal wiederbelebt werden musste. Jerjen war danach bettlägerig. "Die Chancen zum Überleben waren sehr schlecht." Normal atmen war nicht mehr möglich. Um genug Sauerstoff zu bekommen, musst er hächeln. Da stand der CF-Patient an einem Scheideweg: "Entweder ich rutsche in das Auswahlverfahren für eine Lungentransplantation rein. Oder es bleibt nur noch der Tod." 

Mit der Spenderlunge in ein neues Leben

Das Ableben wäre irgendwie auch eine Befreiung gewesen, sagt Jerjen. Die Atemnot wurde unerträglich. Jerjen hatte Glück im Unglück. Er erhielt eine Spenderlunge. Wie sich sein Leben dadurch verändert hat, das hörst du im 1zu1. 

RadioFr. - Andrea Schweizer
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