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Die LNM verringert ihre Reisegeschwindigkeit

Die Schiffe der Société Neuchâteloise de Navigation fahren ab Freitag anstatt 20 nur noch 18km/h, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren.

Wegen den steigenden Energiekosten, wird es auch eine Ticketpreiserhöhung geben. © Keystone

Um ihre CO2-Emissionen zu begrenzen, hat die Société Neuchâteloise de Navigation (LNM) beschlossen, ab diesem Freitag das Tempo ihrer Kreuzfahrtschiffe von 20 auf 18 km/h zu reduzieren. Die Idee ist nicht neu, da die Zürcher Schifffahrtsgesellschaft seit 2021 mit 18km/h fährt. In der Westschweiz ist sie aber neu, wie ArcInfo berichtet.

In der Hochsaison verkehren täglich sechs Schiffe auf dem Neuenburger-, Bieler- und Murtensee. Diese grossen Maschinen verbrauchen täglich zwischen 250 und 500 Liter Diesel, ein Treibstoff, der stark Stickoxide und Feinstaub ausstösst. Laut Jean-Luc Rouiller, dem Direktor der Gesellschaft, soll die Reduzierung der Geschwindigkeit die Treibstoffausgaben um 10 Prozent senken.

Langfristig plant die Société Neuchâteloise de Navigation auch den Stapellauf eines neuen Schiffes, das vollständig mit Strom fahren soll.

Teureres Ticket

Diese Lösung wird zwar den CO2-Fussabdruck der Schiffe verringern, die Kosten für die Tickets können dadurch jedoch nicht gesenkt werden. Die LNM ist Teil der SwissPass-Allianz, die am Dienstag eine Preiserhöhung von rund 4,3 Prozent ab Dezember angekündigt hat. Diese Massnahme dürfte sich somit auch auf die Schifffahrtsgesellschaft auswirken. "Unsere Energiekosten steigen massiv, wir können sie nicht alleine tragen. Für unser Unternehmen bedeutet dies eine Erhöhung von 100'000 Franken in den letzten zwei Jahren", erklärt Jean-Luc Rouiller.

Eine Preiserhöhung, die viele Liebhaber von Seeausflügen betreffen könnte. Im Jahr 2022 hatte die Société Neuchâteloise de Navigation 249'000 Passagiere verzeichnet, das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre.

Frapp - Dimitri Faravel
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