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Die Power Cats trotzen den Erwartungen vieler

Volley Düdingen holt auswärts im Playoff-Finale den ersten Sieg dank Trine Kjelstrup.

Start in das Playoff-Finale geglückt, Düdingen schlägt Neuenburg auswärts mit 3:1. © Swiss Volley

Viel Polemik um den Einzug in das Playoff-Finale, dazu noch acht Spielerinnen positiv auf das Coronavirus getestet und damit eine verordnete Quarantäne kurz vor dem Playoff-Finale. Viel schlechter konnte die Ausgangslage für Volley Düdingen nicht sein. Auch kam dazu, dass die Gegnerinnen von NUC Neuenburg in dieser Saison beide Spiele gegen die Power Cats für sich entscheiden konnten.

Doch davon liessen sich die Düdingerinnen nicht beeindrucken. "Jetzt erst recht", sagte Libera Thays Deprati vor der Partie. Man wolle es der Volleyball-Schweiz zeigen. Auf dem Feld, nicht mit Worten. Gesagt getan, das erste Spiel, auswärts in Neuenburg entschieden die Düdingerinnen mit 3:1 in den Sätzen für sich.

Eine bärenstarke Trine Kjelstrup

Der Beginn der Partie war stark umkämpft, beide Teams waren ebenbürtig. Kein Team vormochte davonzuziehen, maximal drei Punkte trennten Düdingen und Neuenburg im ersten Durchgang. Am Ende kam das Heimteam zu zwei Satzbällen, welche Düdingen aber beide abwehren konnte. Hingegen ihren ersten Satzball konnte Düdingen verwerten, gewann den Satz mit 28:26 und legte somit vor.

Im zweiten Satz ging es gleich weiter, wieder war es sehr ausgeglichen. Während bei Neuenburg die drei Amerikanischen Angreiferinnen Tia Scambrey, Lauren Page und Kyra Holt allesamt immer wieder punkteten war es auf Düdinger Seite vor allem die dänische Diagonalangreiferin Trine Kjelstrup, die für Furore sorgte: Sei es über aussen oder mit einem Angriff von hinter der drei-Meter-Linie - Kjelstrup war kaum zu bremsen. Am Ende wurde sie zur besten Spielerin gewählt, dank extrem starken 31 Punkten!

Gegen Ende des zweiten Satzes lag Düdingen mit 19:16 in Front, doch der Motor stockte. Eine Service-Serie von Kyra Holt und viele schlechte Annahmen liessen den Vorsprung schmelzen und NUC holte sich mit einem 9:1-run den zweiten Satz mit 25:20. Sie glichen die Partie also aus.

Düdingen fand den Tritt sofort wieder

Wie Neuenburg den zweiten Satz abschloss, so begannen die Power Cats den Dritten. Früh lagen sie mit 8:2 in Front, NUC-Trainerin Lauren Bertolacci nahm ein Time-out. Dies nützte aber nicht viel, Düdingen verwaltete den Vorsprung, liess sich nicht mehr einholen. Am Ende konnten die Power Cats den ersten Satzball nützen, 25:19 ging er an die Gäste und somit waren diese wieder vorne.

Jetzt waren die Gäste aus Düdingen bereit, den Deckel auf die Partie zu machen, energisch suchten sie die Entscheidung. Eine kleine Baisse seines Teams konnte Dario Bettello in der Mitte des Satzes mit einem Time-out auflösen, danach spielte Düdingen wieder dominant. Am Ende konnte der zweite Matchball verwertet werden, Samantha Cash holte den Sieg mit einem Angriff zum 25:20 im vierten Satz und somit zum 3:1 Erfolg der Power Cats über Neuenburg.

Düdingen legt in der best-of-five Serie also vor, holt bereits einen wichtigen Auswärtssieg in diesem Playoff-Finale. Das nächste Spiel findet am Freitag um 20 Uhr im Düdinger Leimacker statt. Aber Achtung vor Neuenburg: Das Team von Lauren Bertolacci zeigte sich heute nicht von seiner besten Seite. Das wollen die Favoritinnen auf den Titel sicher im nächsten Spiel unter Beweis stellen.

RadioFr. - Fabian Waeber
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