Emanuel Jungo: "Endlich im 21. Jahrhundert angekommen"
Das Freiburger Frauen-Team spielt seit dieser Saison unter dem Label Gottéron. Emanuel Jungo, Präsident der Hockey-Ladies, zieht Bilanz.

Seit letztem Sommer spielt das NLB-Frauenteam von Freiburg mit dem Drachen auf der Brust. Die Gottéron-Spielerinnen tragen also das gleiche Label wie ihr männliches Pendant. Für Emanuel Jungo, Präsident der Gottéron-Ladies, ist es mehr als eine Genugtuung. "Endlich ist auch Gottéron im 21. Jahrhundert angekommen, die ganze Visibilität, die Anerkennung für das Frauen-Eishockey in Freiburg ist gestiegen, das hat uns geholfen."
Das Label Gottéron ist im Kanton wie eine Religion. Es erfüllt uns mit Stolz, den Drachen auf der Brust zu tragen
Die Zusammenarbeit mit Gottéron rund um den CEO John Gobbi ist für Emanuel Jungo zufriedenstellend. "Im Bereich Marketing und Kommunikation wird sehr viel getan für unser Frauenteam, Ziel ist, die Familie Gottéron zu vergrössern und das ist uns gelungen", bilanziert Emanuel Jungo. Vor 23 Jahren hat der Sensler das Zepter der Freiburger Hockey-Ladies übernommen. Gut zwei Jahrzehnte später ist Jungo zufrieden mit der Entwicklung seines Projekts. Bei einem allfälligen Aufstieg in die NLA (Womens League) soll die finanzielle Unterstützung Freiburg-Gottéron gesichert werden. "Die nötigen Mittel müssen da sein, um das Frauenteam interessant zu gestalten, so dass neue Spielerinnen nach Freiburg kommen und nicht zur Berner Konkurrenz gehen", sagt Jungo.
Nicht alle im Team wollen den Aufstieg
Zum Abschluss einer erfolgreichen Qualifikationsrunde mit dem zweiten Tabellenrang liessen sich die Freiburger Hockeyspielerinnen letzten Freitag in der BCF-Arena feiern. Über 100 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft ehrten das gute sportliche Resultat der Gottéron-Ladies. Teamintern sind sich aber die Spielerinnen nicht einig, ob sie aufsteigen wollen oder nicht. "In der Womens League wird es für ein paar Spielerinnen sportlich knapp, das Niveau ist nicht da", so Emanuel Jungo. Er versucht nun in den nächsten Tagen das ganze Team zu motivieren, den Aufstieg als einmalige Chance zu sehen.




