Fast drei Viertel der Freiburger Bevölkerung sind immun
Eine Studie der Corona Immunitas Freiburg zeigt, wie viele Freiburgerinnen und Freiburger Antikörper gegen das Coronavirus haben.

Corona Immunitas ist ein schweizweites Projekt unter der Leitung der Swiss School of Public Health. Im Kanton Freiburg führt sie ihre Studien an der Universität Freiburg durch. Seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 gab es insgesamt drei Untersuchungen. An der letzten Studie Ende Sommer 2021 haben 500 erwachsene Personen ab 20 Jahren teilgenommen. Das Resultat: 74 Prozent der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern sind immunisiert - das bedeutet, sie weisen Antikörper gegen das Coronavirus auf.
Nicht genug immunisiert
Daniela Anker ist Epidemiologin an der Universität Freiburg und war an der Studie beteiligt. Sie betont, dass diese Zahlen mit Vorsicht zu geniessen seien. "Immunisiert waren diese Leute im Sommer. Ob sie immer noch als immunisiert gelten, lässt sich nicht sagen." Personen, die einen schweren Krankheitsverlauf hatten, weisen aber mehr Antikörper im Blut auf. Zudem gehe die Forschung davon aus, dass genesene Personen weniger immunisiert sind als geimpfte, erklärt Anker.
Darüber hinaus macht Daniela Anker darauf aufmerksam, dass 74 Prozent zwar eine hohe Zahl ist, jedoch nicht ausreicht, um das Virus zu verdrängen. "Wir haben lediglich eine partielle Herdenimmunität erreicht", so Daniela Anker. "Das bedeutet, dass wir immer noch aufpassen müssen." Damit meint sie: Distanz einhalten, Maske tragen und impfen lassen.




