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Fehlende Krippenplätze in der Stadt Freiburg

Den stadtfreiburgischen Quartieren fehlen 34 Kinderkrippenplätze. In den kommenden Jahren sollen nun zusätzliche Plätze geschaffen werden.

Ein Krippenplatz. Archivbild. © Keystone

Im letzten Jahr hat die Stadt Freiburg rund 3000 Familien zum Thema Kinderbetreuung befragt. Die Umfragewerte zeigen, es braucht mehr Kita-Plätze und Aktivitäten zur Sozialisierung. Ein Mangel an Kinderkrippen mache sich vor allem in den grösseren Quartieren Schönberg und Vignettaz bemerkbar. Doch auch im Jura und Pérolles herrscht erhöhter Bedarf.

Die zuständige Gemeinderätin der Stadt Freiburg, Antoinette de Weck, erklärt: "Wir haben seit Jahren versucht, pro Quartier eine Kinderkrippe zu subventionieren. Heute existiert kein Freiburger Stadtteil mehr ohne eigene Krippe." Dass der Bedarf an Plätzen in grösseren Quartieren höher ist, sei normal und stehe in Verbindung mit der Bevölkerung und ihren Kindern, so de Weck. Fehlende Krippenplätze sollen nach und nach geschaffen werden, indem man bereits bestehende Krippen subventioniere.

Hohe Jahreskosten

Der Chef für familienergänzende Betreuung der Stadt Freiburg, Philippe Jaggi, ist überzeugt davon, dass sowohl der Gemeinde- als auch der Generalrat sich für die teuren Investitionen aussprechen würden: "Ein solcher Krippenplatz kostet pro Jahr zwischen 10'000 und 15'000 Franken." In der Umfrage gab es von Seiten der Eltern noch weitere Kritik. Einige davon wünschten sich mehr Gemüse als Fleisch auf die Teller ihrer Kinder. Ferner sollen die Öffnungszeiten bis 19 oder gar 20 Uhr verlängert werden.

Die Mahlzeiten sollen angepasst werden, die Öffnungszeiten aber noch nicht. Letzteres sei komplizierter, findet Antoinette de Weck: "Die Frauen, die in der Schulbetreuung arbeiten, haben auch ihre eigenen Familien und möchten abends einmal nach Hause. Ich denke aber, dass man für dieses Problem eine Lösung finden wird." Dazu kommt, dass es für Kinder anstrengend sein könne, so spät nach Hause zu kommen.

Grossteil zufrieden mit Angebot

Rund ein Drittel aller Familien füllte die Umfrage aus. Damit waren es 10 Prozent mehr als bei der letzten Umfrage vor fünf Jahren. Zwei Drittel der befragten Familien äusserten sich nicht. Daraus sei zu schliessen, dass diese Familien mit dem Angebot grösstenteils zufrieden sind.

Die Stadt Freiburg habe aber auch einiges dazu beigetragen, sagt Philippe Jaggi: "Seit 2016 schufen wir viele Plätze für die ausserschulische Betreuung und subventionierten auch mehrere Krippen. Dies hat sicherlich dazu geführt, dass die Familien in diesem Jahr zufriedener sind." Schulkinder haben inzwischen nach der Schule also fast alle einen Ort, an dem sie betreut werden können.

RadioFr. - Nadine Schmid / faeb
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