Frauenrechte: Wo steht die Schweiz?
Cyrielle Huguenot von Amnesty International erklärt am Internationalen Frauentag, in welchen Bereichen die Schweiz bei der Gleichberechtigung Nachholbedarf hat.

Weltweit gibt es für Frauenrechte mehrere Rankings. Einer davon ist der Global Gender Gap Index vom World Economic Forum (WEF). "In diesem Index werden 153 Länder analysiert", erklärt Cyrielle Huguenot, Frauenrechtsexpertin von Amnesty International. 2020 lag die Schweiz auf Platz 18. "Im Vergleich zu 2006 hat die Schweiz – als sie auf Platz 26 war – Fortschritte gemacht. Der Frauenanteil in der Politik ist grösser geworden."
Verbesserungspotential sieht Huegnot bei den wirtschaftlichen Führungspositionen. "In diesem Bereich sind wir klar hinter anderen Länder", sagt sie. Im WEF-Ranking sind die nordischen Länder ganz vorne dabei. "Nicaragua belegt aber überraschenderweise den fünften Platz oder Ruanda den neunten Rang", erklärt die Frauenrechtsexpertin. Nicaragua habe bei der Bildung, der Gesundheit und der politischen Partizipation Fortschritte erzielt. Kriegsländer oder Entwicklungsländer befinden sich im Ranking eher auf den letzten Positionen. "Der Zugang zur Bildung für Frauen ist dort schwieriger", sagt Huguenot.
Sie hoffe, dass der Internationale Frauentag bald nicht mehr nötig ist. Aber zuerst müsse man Gleichstellung erreichen. "Deswegen ist dieser Tag wichtig, weil er Aufmerksamkeit gibt", erklärt Huegnot.
"Es ist nicht immer einfach, eine Frau zu sein"
In der Sportwelt ist Gleichberechtigung ebenfalls ein Dauerthema. Marielle Giroud von Elfic Fribourg erklärt, dass es noch viele Unterschiede gibt zwischen Männer und Frauen:




