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Freiburg soll Menstruationsabwesenheiten im Gesetz aufnehmen

Bis zu drei Tage soll man ohne ärztliches Zertifikat bei der Arbeit fehlen dürfen. Nur Symbol oder wichtige Enttabuisierung?

Einige Frauen leiden besonders stark unter Menstruationsbeschwerden. © Pixabay

Einige Frauen leiden besonders stark unter Menstruationsbeschwerden. Die Stadt Freiburg soll bei seinem Personalreglement offiziell eine Menstruations-Abwesenheit für Frauen einführen. Diese will, dass die Angestellten mit starken Beschwerden bis zu drei Tage ohne Arztzeugnis bei der Arbeit fehlen dürfen. Ein entsprechender Vorschlag wurde vom Freiburger Generalrat angenommen.

Nur Symbol?

Der Gemeinderat unterstrich, dass genau dieselben Regeln für alle anderen Krankheitsausfällen bereits jetzt gelten und eine rechtliche Änderung deshalb nicht nötig sei. Die Generalrätinnen Océane Gex von der FDP und Isabelle Sob von der Mitte-Partei sahen darin ausserdem ein weiteres Problem:

Es besteht die Gefahr, dass die Frauen durch diese Sonderregelung noch mehr stigmatisiert werden.

Besser wäre es laut Océane Gex gewesen, wenn die Stadt Freiburg eine Sensibilisierungskampagne für die Menstruationsbeschwerden gemacht hätte.

Wichtige Enttabuisierung?

Anders sieht dies Laura Zahnd von den Grünen, sie war eine derjenigen Generalrätinnen, die diesen parlamentarischen Vorschlag eingereicht hatte. Ihr geht es um ein wichtiges Symbol:

Im Reglement ändert sich nicht viel, das wissen wir. Aber es ist wichtig zu wissen, dass es legitim ist und dass es als Problem eine Visibilität erhält.

Der Freiburger Gemeinderat muss nun einen entsprechenden Vorschlag ausarbeiten. 

RadioFr. - Renato Forni
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