Freiburger Arbeitgeberverband will Öffnung per 1.März
Der Freiburger Arbeitgeberverband teilt die Meinung des schweizerischen Gewerbeverbands. Wir sprachen mit dem Präsidenten Reto Julmy.

Der Schweizerische Gewerbeverband fordert, dass Geschäftsbereiche, die momentan geschlossen sind, auf den 1. März wieder öffnen dürfen. Darunter befinden sich auch Restaurants und Freizeitangebote. Der Freiburger Arbeitgeberverband teilt diese Meinung. Wir sprachen mit dem Präsidenten des Freiburger Arbeitgeberverbands, Reto Julmy.
RadioFr.: Kommt dieser Schritt der Wiedereröffnung nicht etwas früh?
Reto Julmy: Wir unterstützen effektiv die Forderung, damit am 1. März die Wirtschaftsbereiche, die schliessen mussten, wieder öffnen können. Dabei geht es vor allem um den Detailhandel aber auch die Gastronomie oder gewisse Freizeit-Bereiche. Wir stützen uns dort vor allem auf zwei Punkte: Als Erstes sinken seit Beginn des Jahres die Ansteckungsziffern kontinuierlich. Zweitens hat die BAG-Studie aufgezeigt, dass vom Wirtschaftsbereich weniger als fünf Prozent der Ansteckungen ausgehen. Aufgrund dieser Daten fordern wir eine Öffnung ab dem 1.März. Dies selbstverständlich unter Berücksichtigung der Schutzkonzepte.
Diese BAG-Studie zeigt aber auch, dass ganz viele Ansteckungsorte schlicht unbekannt sind. Daraus kann nun nicht einfach geschlossen werden, dass es in Geschäften oder Restaurant sicher ist?
Wie ich schon sagte: Man hat dort ja auch Schutzkonzepte eingeführt. Diese werden und müssen streng eingehalten werden. Man sieht es auch bei den Unternehmen: Auch dort wurden Schutzkonzepte eingeführt und greift auf Homeoffice zurück. Deshalb bin ich überzeugt, dass man diese Bereiche ab Anfang März öffnen kann.
Das ist richtig, die Zahlen sinken. Nur besteht trotzdem die Gefahr, dass wenn man wieder öffnet, die Zahlen wieder steigen und man danach wieder schliessen muss. Das ist doch das Schädlichste für die Wirtschaft?
Das ist richtig. Die Wirtschaft braucht jetzt sicher einmal eine gewisse Perspektive. So eine wäre jetzt eine Öffnung ab dem 1. März. Dann kann geplant werden und man kann sich darauf vorbereiten. Unter Umständen können die Schutzkonzepte sogar überarbeitet oder verbessert werden. Wie ich bereits sagte: Man geht ja nicht einfach blindlings in eine Öffnung, man muss die Schutzkonzepte berücksichtigen, das ist ganz wichtig. Sie sagen absolut richtig: Man sollte wirklich vermeiden, dass man eine Woche geöffnet hat und die andere wieder schliessen muss. Ich bin aber sicher, dass die momentane Situation eine Öffnung erlaubt.
Der Bundesrat tagt morgen Mittwoch und diskutiert über das weitere Vorgehen. Grosse Änderungen sind jedoch erst auf den Mittwoch der kommenden Woche zu erwarten.