Freiburger Verband steht für Pflegeinitiative ein
Am 28. November wird über die Pflegeinitiative abgestimmt. Auch die Freiburger Sektion des Pflegeverbands macht sich dafür stark.

"Wir können nicht einfach ständig Leute ausbilden, während wir gleichzeitig viele aus Pflegeberufen ausscheiden lassen." Das sagt Laurent Zemp vom Vorstand der Freiburger Sektion des Schweizerischen Pflegeverbands. Die Pflegeinitiative brauche es, "um auch in Zukunft garantieren zu können, dass genügend Fachleute im Gesundheitswesen arbeiten".
11'000 Stellen in der Pflegebranche sind zurzeit unbesetzt, wie aus dem Initiativtext hervorgeht. Daher fordert die Initiative, dass Ausbildung und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Dieser Schritt sei unbedingt nötig, um die Pflegequalität hoch zu halten und die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, erläutert Laurent Zemp.
Parlament macht Gegenvorschlag
Das Parlament ist der Meinung, die Initiative gehe zu weit - und macht daher einen Gegenvorschlag. Die Freiburger FDP-Ständerätin Johanna Gapany erklärt, der Bund sei nicht dafür zuständig, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu reglementieren. "Dafür ist der Arbeitgeber zuständig. Teilweise ist das der Kanton, wie etwa bei den Kantonsspitälern. Teilweise sind es private Institutionen".
Der Gegenvorschlag möchte in den meisten Bereichen auf neue Regelungen verzichten. Er sieht aber unter anderem bis zu eine Milliarde Franken für eine Ausbildungsoffensive vor. Wird die Pflegeinitiative vor der Urne abgelehnt, tritt der Gegenvorschlag automatisch in Kraft – ausser, es wird ein Referendum ergriffen.




