Fri-Son setzt auf Weiterbildung und Zertifikat
Nach fast einem Jahr Stillstand gab das Fri-Son am Dienstag sein Programm bekannt. Auch Corona war dabei Thema.

Nach fast einem Jahr Stillstand öffnet das Freiburger Kulturlokal Fri-Son Mitte September wieder seine Tore. Dies mit einer Konzertreihe bis Ende Jahr und fast ausschliesslich Schweizer Bands, geplant sind knapp 20 kulturelle Veranstaltungen. Die grossen internationalen Tourneen wurden wegen Corona auf das neue Jahr verschoben. Dies habe aber dann den Effekt, dass Kunstschaffende, die nächstes Jahr auf Tour gehen wollten, ihr Programm auch nochmals verschieben werden müssen, erklärt Julia Foster, Kommunikations-Verantwortliche des Fri-Sons.
Transformationsprojekte im Fri-Son
Aber auch hinter den Kulissen läuft einiges im Fri-Son: Die Verantwortlichen des Konzertlokals investieren mehr in die Ausbildung von Licht- und Tontechniker und -technikerinnen. In Zusammenarbeit mit anderen Kulturinstitutionen wie dem Bad Bonn oder dem Nouveau Monde reichte das Fri-Son zwei Gesuche für Transformationsprojekte ein. Eines davon betrifft dabei die genannten Technikerinnen und Techniker. Bund und Kanton sprachen für das Projekt Gelder: Laut Laura Gavillet, Präsidentin des Fri-Sons, erhielten die Kulturlokale insgesamt 100‘000 Franken für diese Ausbildung.
Vor allem im Bereich Auszubildende sei es schwierig. Da die Personen nicht arbeiten können, würden sie keine Erfahrungen sammeln und können sich nicht weiterbilden. "Plötzlich stehst du da und hast irgendwann keine fähigen Leute mehr – oder viele Leute, die das Metier wechseln mussten in den letzten eineinhalb Jahren“, so die Kommunikations-Verantwortliche Foster. Um dem vorzubeugen, bietet das Fri-Son im Bereich Ton- und Lichttechnik Weiterbildungskurse, Module und Workshops.
Covid-Zertifikat
Und auch das Zertifikat war natürlich Thema. Um nach über einem Jahr wieder ungehindert Konzerte zu hören und gemeinsam feiern zu können, war für die Verantwortlichen des Fri-Sons schnell klar, dass sie das Covid-Zertifikat verwenden werden. Der Entscheid sei einfach gewesen, da man eigentlich sowieso keine andere Wahl hatte, so Foster: "Wenn wir nicht mit dem Zertifikat arbeiten würden, hätten wir eine massiv reduzierte Kapazität, die Bar kann nicht offen sein - sprich die Leute müssten im Sitzen konsumieren.“
Viel wichtiger seien laut Foster aber noch weitere Punkte. Bei einem Konzertbesuch wolle man nicht mit einer Maske auf einem Stuhl sitzen – schon gar nicht mit nur 100 bis 200 Personen in einem so grossen Saal wie dem Fri-Son. "Man will zusammen sein, man will feiern, man will ein Bier trinken, man will miteinander schwatzen können.“ Und um diese Atmosphäre eines Konzerts bieten zu können, seien sie auf das Zertifikat angewiesen. Zudem sei es eine Frage der Sicherheit, um dem Publikum so gut als möglich einen Covid-freien Raum zu bieten.
Das Programm des Fri-Son findet ihr hier.




