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Generalrat in vier Sensler Gemeinden

Im März sind wieder Wahlen. Dann wird entscheiden, wer in den Gemeinderat kommt. Einige Dörfer benötigen aber ein ganzes Parlament.

In einigen Gemeinden platzt die Gemeindeversammlung aufgrund ihrer wachsenden Einwohnerzahl aus allen Nähten. © Unsplash / Jonas Jacobsson

Es gibt gewisse Gemeinden, bei denen platzt die Gemeindeversammlung aufgrund ihrer wachsenden Einwohnerzahl aus allen Nähten. Die Zeit ist dann reif für die Einführung eines Gemeindeparlaments – dem Generalrat.

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Limite vor vier Jahren

In Düdingen wohnen rund 8000 Menschen. Kuno Philipona, Syndic von Düdingen, erinnert sich: «Bei den ersten Gemeindeversammlungen, die ich noch leitete und es um grosse Anliegen ging, waren jeweils zwischen 300 und 350 Leute anwesend. Irgendwann stösst man aber ans Limit, um so etwas überhaupt durchzuführen. Ein Generalrat braucht aber nur 50 Personen.» Düdingen hat sein Parlament unterdessen gut akzeptiert, es soll auch in Zukunft so bleiben.

Positive Erfahrungen mit dem System macht Wünnewil-Flamatt bereits seit 2011. Dazu Syndic Andreas Freiburghaus: «Es brauchte zuerst etwas Zeit, nun reden wir aber auf Augenhöhe miteinander. Wichtig ist, dass beide Dörfer im Generalrat gleichberechtigt ihre Interessen vertreten dürfen».

Generalrat aufgrund von Fusion

Kürzlich fusionierten die drei Dörfer Tafers, St. Antoni und Alterswil. Bald regiert gemäss Gaston Waeber aus Tafers auch hier ein Generalrat: «Es steht so im Fusionsbericht. Der Gemeinderat ist gefordert, das Thema in seiner Legislatur irgendwann anzugehen.» Damit wird Tafers, zusammen mit Wünnewil-Flamatt, Düdingen und Murten, zu einer der vier grössten Deutschfreiburger Gemeinden.

Kerzers hingegen hat sich gegen den Generalrat entschieden. Nicole Schwab, Gemeindepräsidentin von Kerzers, schätzt es, wenn alle im Dorf mitreden: «Die Gemeindeversammlung ist das höchste Gut unserer Demokratie. Jeder interessierte Bürger kann mitdiskutieren». Klar bringe der Generalrat auch seine Vorteile, nach dem Nein der Bevölkerung sei das Thema aber vom Tisch.

RadioFr. - Lukas Siegfried / nschn
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