Gibt es Lohngleichheit bei Freiburger Staatsangestellten?
Als Antwort auf eine Anfrage zweier Grossrätinnen gab der Kanton an, dass Männer und Frauen beim Staat gleich viel verdienen. Zumindest fast.

Die SP-Grossrätinnen Marie Levrat und Alizée Rey haben beim Staatsrat angefragt, was der Kanton unternehme, um die Lohngleichheit zu fördern. In der Tat gibt es laut Zahlen des Bundes einen Lohnunterschied von 8,1 Prozent. Nicht im Kanton Freiburg, so der Staatsrat.
Zwischen Anfang Juli 2020 und Ende Juni 2022 mussten Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten ihre Lohngleichheit analysieren und anschliessend von einer unabhängigen Stelle überprüfen lassen. Die Löhne der 18'000 Staatsangestellten wurden also unter die Lupe genommen.
Die Studie ergab, dass das Lohngefälle bei den Staatsangestellten 1,1 Prozent betrug. Der Staatsrat antwortet darauf, dass es dafür keine Erklärung oder Rechtfertigung gibt.
Der Kanton erklärt aber, dass es bereits Massnahmen gibt, um diese Ungleichheiten zu beseitigen. Beispielsweise müssen neue Führungspersonen des Staates seit 2020 eine obligatorische Ausbildung absolvieren, die den Schwerpunkt auf Gleichstellung, Vielfalt und Geschlechtervielfalt legt. Darüber hinaus stellt die Regierung diese Massnahmen zur Gewährleistung der Geschlechtergleichstellung in Führungsgremien vor. Sie gibt jedoch an, keinen Spielraum für Eingriffe in die Lohnpolitik privater Akteure zu haben.




