Immer mehr Jugendliche brechen ihre Lehre frühzeitig ab

Fast ein Viertel aller Lehrverträge in der Schweiz enden mit einer vorzeitigen Auflösung. Die Zahlen waren noch nie so hoch.

Im Kanton Freiburg werden am häufigsten Berufslehren im Bereich der Gastronomie oder als Coiffeuse bzw. Coiffeur abgebrochen. © KEYSTONE

Eine Lehre beginnen und kurze Zeit später wieder abbrechen. Das ist für beinahe ein Viertel der Schweizer Jugendlichen Realität, wie eine Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt. Zwischen 2017 und 2021 haben demnach 22 Prozent der Jugendlichen den Ausbildungsvertrag aufgelöst. 

Andere Lehre gefunden

Oftmals handelt es sich um Leute, welche nach ein bis zwei Jahren die Lehre abbrechen. "Jedoch finden 80 Prozent der jungen Leute nach einigen Wochen bereits eine neue Lehrstelle", sagt Christophe Nydegger, Leiter des Freiburger Amts für Berufsbildung.

Stellt sich die Frage, wieso so oft Lehren abgebrochen bzw. gewechselt werden. Christophe Nydegger nennt dafür mehrere Faktoren, zum Beispiel eine schlechte Orientierung der Jugendlichen oder die falsche Vorstellung eines Berufs. "Zudem hat die Covid-Pandemie ebenfalls eine Rolle gespielt und aufgezeigt, dass es nicht in allen Berufen ganz so einfach ist", so Nydegger weiter.

Situation im Kanton Freiburg weniger brenzlig

Das Problem kennt man im Kanton Freiburg ebenfalls. Laut Christophe Nydegger werden am meisten Berufslehren abgebrochen im Bereich der Gastronomie oder als Coiffeuse bzw. Coiffeur.

Ob es aber auch hier ein grosses Problem ist, kann er nicht sagen, da die Studie des BFS erst zweimal durchgeführt wurde. Ganz allgemein könne man aber sagen, dass die Situation im Kanton Freiburg stabil sei und es gesamtschweizerisch gesehen weniger Lehrabbrüche gab.

RadioFr. - Tracy Maeder
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