In Jaun zu Hause, auf der Piste daheim
Es ist wieder Skisaison. Der Leiter der Jaun-Gastlosen Bergahnen hat RadioFr. einen Einblick in seinen Beruf gegeben.

Wenn es schnell gehen muss, dann schiebt er einem Fahrgast auch mal den Sessel unter das Gesäss. Thomas Buchs ist Betriebsleiter der Jaun-Gastlosen Bergbahnen. Wer einen Sessellift führt, trägt viel Verantwortung. "Der Überwacher muss zu hundert Prozent da sein, er darf keine Minute lang verschwinden", erklärt der langjährige Leiter der Bergbahnen.
Sowieso wird Sicherheit bei den Jaun-Gastlosen Bergbahnen grossgeschrieben. "Das BAV (Anm. d. Red. Bundesamt für Verkehr) kommt regelmässig kontrollieren. Zu diesem Zweck müssen wir jede Wartung dokumentieren." Ausserdem sind die Bahnen mit Sensoren ausgestattet. Wenn irgendetwas klemmt oder irgendwo nicht genug Druck herrscht, erhält der Überwacher sofort eine Meldung.
Natürlich kann das ganze Ski-Business nicht funktionieren ohne eines: Schnee. Ob es genug Schnee im Winter gibt, ist immer eine Glücksache. Häufiger als es Thomas Buchs lieb ist bleibt der Schneefall aber karg. "Bis jetzt haben wir noch in jedem Winter eine Piste hingekriegt, aber dass in erster Linie dank der Beschneiung", erzählt er. Ohne Schneekanonen wäre das Skifahren in Jaun daher wohl nicht jedes Jahr möglich. Ende November beginnt er mit dem Beschneien, der Kunstschnee hält die ganze Saison, wenn er einmal eine gewisse Dicke erreicht hat.
Für das Vergnügen der Gäste wird also gesorgt. Auf den Pisten sieht man aber auch immer wieder allerhand Kurioses. "Manche Gäste haben nicht so viel Erfahrung auf Skiern oder haben Angst, weil sie es zum ersten Mal machen", weiss Thomas Buchs zu erzählen. Bisher hat er schon alles gesehen. Das Beste: Leute, die verkehrt herum auf den Sessel warten und sich noch schnell drehen müssen, sobald der Sessel kommt.




