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Klimaaktivisten sehen sich im Recht

Am Black Friday vor zwei Jahren blockierten junge Klimaaktivisten den Eingang des Fribourg Centre. 32 von ihnen müssen nun vor Gericht.

Die Klimaaktivistinnen Clara Brambilla (links) und Zelie Schneider erklären sich vor den Medien. © Keystone

Der Prozess gegen die jungen Menschen beginnt Ende Mai. Am Mittwoch traten sie vor die Medien und informierten über ihre Verteidigungsstrategie. Auch die Klimaaktivistin Zélie Schneider war am besagten Black Friday mit dabei. “Für mich ist es wichtig, dass die Leute wissen, warum wir dies getan haben.“ Ein Jahr später seien sie immer noch der Überzeugung, dass sie damals richtig gehandelt hätten.

Mit der Aktion sollten die Menschen auf den Klimawandel aufmerksam gemacht werden. Am Beispiel des Black Fridays wollten die Klimaaktivistinnen und -aktivisten darauf hinweisen, dass die Gesellschaft zu viel konsumiert und damit dem Klima schadet.

Unterstützung von Anwälten und Wissenschaftlern

Zehn Anwälte aus der ganzen Schweiz unterstützen die angeklagten Aktivisten. Darunter befindet sich der Freiburger Anwalt Benoît Sansonnens. Es gebe in Bezug auf die klimatische Situation gute Gründe, das Gesetz zu brechen. “Einerseits ist es wichtig, das Gesetz einzuhalten. Andererseits müssen die Behörden auch überlegen, was sie überhaupt für das Klima tun.“ Auf die Fragen der jungen Leute hätten sie bisher keine Antworten geliefert. Die Aktion sei zudem nicht übertrieben gewesen. „Niemand ist dabei getötet worden“, so Sansonnens. Die Klimaaktivisten hätten bloss demonstriert.

Auch zwölf Forschende ergreifen Partei für die Klimastreikenden, darunter der namhafte Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet aus dem Waadtland. Angeklagt wurden die jungen Leute vom Betreiber des Fribourg Centre, José Gomez. Dieser wollte den Medien gegenüber keine Stellungnahme abgeben. Es handle sich um ein laufendes Verfahren.

RadioFr. - Livia Schmid / pef
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