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WM-Auftakt der Schweiz - Mottet und Berra auf der Tribüne

Am Samstagabend spielt die Schweiz gegen Tschechien. Reto Berra, Killian Mottet und Christoph Bertschy äussern sich zu ihren Ambitionen.

Gottéron-Stürmer Killian Mottet bestreitet mit 30 Jahren seine erste Weltmeisterschaft. © Keystone

Gestern begann die Eishockey-Weltmeisterschaft in Lettland. Nachdem letztes Jahr die WM in der Schweiz wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, finden die diesjährigen Wettkämpfe in Riga statt. 

Die Schweiz bestreitet ihre erste Partie heute Samstagabend (19:15 Uhr) gegen Tschechien. Mit von der Partie sind die Gottéron-Akteure Killian Mottet und Reto Berra. "Es ist immer speziell für die Schweiz spielen zu können. Corona-Situation hin oder her. Wir haben in der Vorbereitung gut gespielt und sind mit den Absagen gut umgegangen", sagt der Freiburger Goalie.

Die Schweiz trifft in der Gruppe A nebst Tschechien auf Russland, Schweden, Slowakei, Dänemark, Weissrussland und Grossbritannien. Vier der acht Gruppenmitglieder qualifizieren sich für die Viertelfinals, die K.O-Phase ist für das Team von Patrick Fischer das Minimalziel. Die machbare Aufgabe in der Gruppenphase besteht also darin, Grossbritannien, Weissrussland, Dänemark und die Slowakei hinter sich zu lassen und gleichzeitig einige Punkte gegen die vermeintlich stärkeren Nationen zu holen.

Keine leichte Entscheidung musste der Präsident vom internationalen Hockeyverband, René Fasel, vor der WM fällen. Weissrussland fällt als Gastgeber aus politischen Gründen weg. Für den Freiburger ist es die letzte WM in seiner Funktion, er freut sich auf die kommenden zwei Wochen: "Die Vorbereitungen waren intensiver als normalerweise, aber interessant. Es wird sicher Diskussionen und schwierige Situationen geben, unsere Aufgabe ist es, die WM mit möglichst wenig Schaden durchführen zu können."

Eure Meinung ist gefragt:

Der Sensler Christoph Bertschy ist zum zweiten Mal im Aufgebot der Schweizer. Die Spieler mussten vor der WM in eine zweitägige Isolation. "Ich beschäftige mich mit Netflix schauen oder mit der Familie zu telefonieren, so vergehen die Tage schnell." Die Einzelzimmer in Lettland kommen dem Spieler von Lausanne zugute. "Ich bin fast lieber alleine." 

An der letzten WM in der Slowakei (2019) startete die Schweiz mit vier Siegen perfekt. In den folgenden drei Gruppenspielen sowie im Viertelfinal gegen Kanada musste die Equipe von Patrick Fischer das Eis aber als Verlierer verlassen. Das soll dieses Mal anders werden. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wenn wir über zwei Wochen konstante Leistungen abrufen, liegt auch eine Goldmedaille drin."

Mit 30 Jahren zum ersten Mal bei einer WM dabei ist der Gottéron-Topskorer Killian Mottet. Er konnte die Saison mit Gottéron fast 50 Punkte sammeln und konnte auch in den Vorbereitungsspielen der Nationalmannschaft mit 2 Toren überzeugen. Er weiss: "Die Gruppenspiele werden kompliziert, denn es gibt schwächere Gegner, bei welchen wir den Rhythmus diktieren müssen und umgekehrt müssen wir bei stärkeren Gegner den Spielplan komplett umkrempeln." Das erste Spiel wird "Kiki" jedoch von der Tribüne aus verfolgen müssen – er steht nicht in den ersten vier Sturmlinien.

SDA / Frapp - Fabian Aebischer / Renato Forni
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