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Neue Anlage zur Herstellung von Wasserstoff in Bulle

Wasserstoff könnte in gespeicherter gasförmiger Form unter anderem als Kraftstoff für Fahrzeuge verwendet werden.

Die Wasserstoff-Produktionsanlagen stellen für Gruyère Energie eine Investition von 4 bis 6 Millionen Franken dar. © Google Street view

Gruyère Energie will in Bulle eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff bauen. Der Konzern hofft, dass die Produktion zwischen 2023 und 2024 starten kann. Die öffentliche Auflegung des Baugesuchs ist für Ende 2021 geplant.

Der Wasserstoff wird klimafreundlich sein, hergestellt durch die Elektrolyse von Wasser: Ein Prozess, der Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet, unter Verwendung von Elektrizität, die optimalerweise erneuerbaren Ursprungs ist. Diese Umwandlung ist für das Klima interessant, da sie kein CO2 ausstösst.

Als Gas gespeichert, soll der Wasserstoff dann in der Industrie oder zum Antrieb von Autos, Bussen oder Lastwagen genutzt werden.

"Keine Konkurrenz zur Groupe E"

Die Anlage soll in der Industriezone von Planchy in Bulle errichtet werden. Es wurde ein strategischer Standort gewählt, "damit die bei der Elektrolyse freigesetzte Wärme vom Fernwärmenetz von Gruyère Energie genutzt werden kann und somit nicht verloren geht", sagt Claude Thürler, Geschäftsführer von Gruyère Energie.

Die Wasserstoff-Produktionsanlagen stellen für Gruyère Energie eine Investition von 4 bis 6 Millionen Franken dar. Das Ziel ist, bis 2024 100'000 Kilogramm Wasserstoff pro Jahr zu produzieren. Bis 2030 könnte sich die Menge verdoppeln, denn der Energiekonzern rechnet mit einer stark steigenden Nachfrage.

Laut Gruyère Energie ergänzt das Projekt dasjenige der Groupe E zur Erzeugung von Wasserstoff in der Nähe der Talsperre Schiffenen: "Der Wasserstoffmarkt ist gross genug, um mehrere Projekte aufzunehmen, es gibt keine Konkurrenz", sagt Thürler.

RadioFr. - Maëlle Robert / rb
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