Neuer Fall erschüttert Swiss Basketball
Vor kurzem wurde eine Untersuchung gegen den Schweizer Basketballverband eingeleitet.

Die Wochen vergehen und die Fälle, die Swiss Basketball erschüttern, häufen sich. Laut Informationen von RadioFr. hat die Swiss Sport Integrity eine Untersuchung gegen den in Freiburg ansässigen Verband eingeleitet. Ein entsprechendes Schreiben wurde vor rund zehn Tagen dem Präsidenten Giancarlo Sergi zugestellt.
Diese Information wurde von Swiss Sport Integrity bestätigt. Dessen Direktor wollte dazu keinen Kommentar abgeben, da die Untersuchung noch im Gange sei. Ernst König sagte aber, dass in Kürze Gespräche mit den betroffenen Personen stattfinden werden, ohne weitere Details zu nennen.
Missmanagement bei Swiss Basketball?
Kann man von einem Missmanagement bei Swiss Basketball sprechen? Hat es Missstände gegeben? Können die Verantwortlichen gebüsst oder entlassen werden? Diese Fragen lassen sich derzeit nicht beantworten. Es ist noch nicht bekannt, wie lange die Untersuchung dauern wird und wann die Ergebnisse veröffentlicht werden. "Alles hängt von der Komplexität des Falles ab", sagte Ernst König.
Der Präsident von Swiss Basketball, Giancarlo Sergi, erklärt, dass es sich um nichts Ernstes handle und bat RadioFr., den Generalsekretär des Verbandes zu kontaktieren, um weitere Informationen zu erhalten. Erik Lehmann bestätigte die Information, sagte aber, dass gegen Swiss Basketball keine Untersuchung vorliege und er meint weiter: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen".
Schlechtes Image
Der Verband Swiss Basketball steht seit einigen Monaten im Zentrum mehrerer Polemiken: Es gab Rücktritte mehrerer Schiedsrichter, es folgte der Ausschluss des Schiedsrichters Sébastien Clivaz, es gab ein Missverhalten des Captains der Schweizer Nationalmannschaft Roberto Kovac und dazu ungenügende Resultate der Herren-Nationalmannschaft. Weiter haben zahlreichen Spieler eine Selektion für die Nationalmannschaft abgelehnt.
Swiss Sport Integrity
Swiss Sport Integrity ist eine Institution, die das Ziel hat, nachhaltig und wirksam gegen Dopingmissbrauch vorzugehen und ethische Fehlverhalten und Unregelmässigkeiten im Sport aufzuzeigen. Bis Januar 2022 hiess die Institution noch Antidoping Schweiz und sie ermöglicht unter neuem Namen, dem Schweizer Sport eine unabhängige und zuverlässige Anlaufstelle zu sein, die ethische Verstösse und Missbräuche schnellstmöglich aufdeckt.




