Schweizer Islamzentrum in Freiburg erhält weiterhin Gelder
Das Schweizer Zentrum für Islam und Gesellschaft mit Sitz in Freiburg wird weiterhin durch öffentliche Gelder unterstützt.

In einer Antwort auf ein Postulat der SVP vertritt der Bundesrat die Ansicht, dass das Zentrum zur Integration des Islams in die Gesellschaft (SZIG) und zur Prävention der Radikalisierung beiträgt. Laut Bundesrat gibt es keine Hinweise darauf, dass das Institut der Universität Freiburg durch seine Aktivitäten die Islamisierung oder Radikalisierung fördert.
Doktoranden- und Masterprogramme sowie zahlreiche Weiterbildungsangebote sind unabhängig von der Religionszugehörigkeit zugänglich. Es bestehe kein Anlass, die Bundesbeiträge zurückzufordern oder zu kürzen, schlussfolgert die Regierung in ihrem Bericht.
Das SZIG ist ein zweisprachiges interfakultäres Institut der Universität Freiburg, das wissenschaftliche Lehr-, Forschungs- und Weiterbildungsaktivitäten im Bereich Islam und Gesellschaft durchführt.
Seit 2015 in Freiburg
Nationalrat Piero Marchesi (SVP/TI) forderte die Regierung auf, zu prüfen, ob die öffentlichen Gelder für diese Einrichtung gekürzt werden sollten. Das Zentrum erhielt für 2017 bis 2020 einen Betrag von 1,6 Millionen, um seine Gründung zu finanzieren. Ausserdem erhielt es für die Jahre 2021 bis 2024 zwei Millionen für seine Konsolidierung.
Die Universität Freiburg freut sich über die positive Stellungnahme des Bundesrates zum SZIG. "Es handelt sich um eine schöne Belohnung für neun Jahre beispielhafter Arbeit, die das Zentrum an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft geleistet hat", wird Rektorin Astrid Epiney in einer Mitteilung der Institution zitiert. "Es ist eine Anerkennung der wichtigen und hohen beruflichen Investitionen der Leitung und des Personals des Zentrums", fügt sie hinzu.
Ab Januar 2025 wird die Universität Freiburg die gesamte Finanzierung übernehmen, die bisher durch den Finanzierungsbeitrag des Bundes sichergestellt wurde.




