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Team AFF-FFV profitiert von Aebischers Wechsel

Der Transfer von Michel Aebischer zu Bologna freut das Team AFF-FFV. Die Freiburger Auswahl erhält von der Ablösesumme an YB einen Anteil.

Michel Aebischer, hier bereits mit dem Trikot vom FC Bologna, beschert mit seinem Wechsel auch beim Team AFF-FFV einen Geldsegen. Sogar sein Jugendklub, der FC Heitenried (heute FC Seisa 08) erhält einen Zustupf. © Keystone

Rund vier Millionen Franken wird der italienische Club Bologna im Sommer an die Berner Young Boys überweisen. Der Dreizehnte der Serie A hat Michel Aebischer zwar erst ausgeliehen. Sofern aber die sportlichen Kriterien stimmen, greift eine Kaufverpflichtung. Die Kriterien beinhalten nebst den Zielen des Clubs auch persönlich-sportliche Ziele, über die aber Stillschweigen vereinbart wurde.

Nach seinen Anfängen beim FC Heitenried (heute: FC Seisa 08) wechselte der Sensler Fussballer in den Freiburger Nachwuchs. Weil das Team AFF mit YB in einer Partnerschaft arbeitet, profitieren bei einem solchen Transfer alle. Potenzielle Profifussballer – wie es Michel Aebischer, Felix Mambimbi, Leandro Zbinden oder Esteban Petignat geworden sind – versuchen den Sprung via des Berner Superligisten und im Gegenzug profitiert das Team AFF bei einer gewissen Anzahl Spiele von einer definierten Entschädigung.

Ein Bruchteil von 4 Millionen Franken nach Freiburg

Bei einem Wechsel wie bei Aebischer nach Bologna erhält das Team AFF dank der Partnerschaft mit dem BSC YB einen Ausbildungsbeitrag – bis der Spieler 26-jährig ist. Sportdirektor des Team AFF, Florian Barras, sagt: „Gemäss der Abmachung mit dem BSC YB erhalten wir zwei bis drei Prozent. Das ist aber nicht an der Ablösesumme gemessen, denn es gehen noch Leistungen direkt an Berater und Spieler.“ Wenn der 25-jährige Sensler also erst nächstes Jahr ins Ausland gewechselt wäre, dann hätte Freiburg von diesem Transfer nicht mehr profitiert.

Andere Bestimmungen als die Fifa

Die Fifa-Regularien besagen, dass der Ausbildungsclub bei einem Wechsel fünf Prozent der Transfersumme erhält. Als Ausbildungsclub gilt ein Verein, in dem der Spieler im Alter zwischen 12 und 23 Jahren gespielt hat.

Durch den Partnerschaftsvertrag mit YB erhält das Team AFF beim Aebischer-Wechsel weniger. Negativ sei das jedoch nicht, sagt Barras: „Wir profitieren sonst sehr viel von der Zusammenarbeit mit dem BSC YB. Über eine gewisse Zeit gleicht sich das aus.“

Auch Seisa profitiert

Das Team AFF anerkennt die Arbeit der Freiburger Fussballclubs. Deshalb wird der FC Seisa vom Transferbetrag, der vom BSC YB nach Freiburg fliesst, auch einen Anteil erhalten. „Seisa würde gemäss der Vereinbarung nicht mehr profitieren, für uns ist es jedoch selbstverständlich, etwas weiterzugeben“, erklärt Sportdirektor Barras.

RadioFr. - Fabian Aebischer / rb / fw
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