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Ukrainische Flüchtlinge auf Arbeitssuche

Viele ukrainische Flüchtlinge sind in der Schweiz auf der Suche nach Arbeit. Das Interesse der Unternehmen an ihnen ist gross.

Am Anfang benötigen ukrainische Flüchtlinge Informationen, um sich in der Schweiz zurechtzufinden. © Keystone

Der Krieg in der Ukraine ist noch lange nicht vorbei. Mittlerweile sind bis zu 60‘000 Flüchtlinge in der Schweiz aufgenommen worden. 10 Prozent von ihnen haben eine Anstellung gefunden.

Laut einer Umfrage von Sotomo ist das Interesse von Unternehmen gross, Ukrainerinnen und Ukrainer anzustellen. Michael Hermann, Geschäftsführer von Sotomo, erklärt, dass mittlerweile schon 10 Prozent aller interessierten Unternehmen jemanden angestellt haben. In der gleichen Umfrage geben die meisten Unternehmen auch an, bisher dabei sehr gute Erfahrungen gemacht zu haben.

Vor allem die drei Branchen Gastronomie, Beherbergung und Pflege stehen im Vordergrund. Bei letzterer ist die Sprache jedoch besonders wichtig.

Die Gründe und Motivationen einer solchen Anstellung sind vielseitig. "Unternehmen, die schon jemanden angestellt haben, zeigen dadurch oft, dass es ein Akt der Solidarität ist", sagt Michael Hermann. "Andererseits gibt es aber auch einen Arbeitskräftemangel." Er betont jedoch, dass Geflüchtete im Arbeitsbereich besonders motiviert sind. Das sei ein positiver Punkt.

Verbesserungsbedarf nötig

Gewisse Hürden sind aber immer noch vorhanden. Die beschränkte Aufenthaltsbewilligung durch den Schutzstatus S ist vor allem für die Planung im Unternehmen ein Problem. Gemäss Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, sollten die Geflüchteten mit einer erhaltenen Arbeitsstelle mindestens ein Jahr ihre Arbeitsstelle behalten dürfen.

Auch hinsichtlich der Vermittlung von Geflüchteten gibt es Verbesserungsbedarf. "Für Unternehmen ist es teilweise schwierig, überhaupt in Kontakt mit Geflüchteten zu kommen", sagt Valentin Vogt. Er fordert, dass die Behörden, der Bund und die Kantone in Zukunft mehr Unterstützung bei der Einstellung von ukrainischen Flüchtlinge leisten.

Schliesslich hofft Valentin Vogt, dass künftig noch mehr Unternehmen Geflüchtete anstellen werden.

RadioFr. - Michèle Scherer / mg
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