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Verlierer sind vorprogrammiert

Wegen der bevorstehenden Fusion sind die Gemeinderatswahlen von Murten noch spannender als sonst. Alle Parteien möchten ihre Sitzzahl verteidigen. Ein Ding der Unmöglichkeit.

Wie setzt sich der künftige Gemeinderat von Murten zusammen? Die Ausgangslage ist spannend. © RadioFr.

Anders als die meisten anderen Freiburger Gemeinden haben Murten, Galmiz und Gempenach nicht im Frühling die Gemeindewahlen abgehalten, sondern auf Ende September angesetzt. Der Grund ist die Fusion der drei Gemeinden per 1. Januar.

Damit die beiden kleinen Gemeinden Galmiz und Gempenach zumindest einen Gemeinderatssitz auf sicher haben, bilden sie einen gemeinsamen Wahlkreis. Zur Auswahl stehen die zwei amtierenden Vize-Syndics der jeweiligen Gemeinden. Einer von beiden ist also auch nächstes Jahr Gemeinderat, dann einfach in Murten.

Für Murten bedeutet das, dass diesmal nur sechs Sitze zur Verfügung stehen. Trotzdem haben alle Parteien angegeben, dass sie sich zum Ziel setzen, die Sitze zumindest zu verteidigen.

Zwei gewichtige Abgänge

Die FDP hat in diesem Rennen um die verbleibenden Sitze relativ gute Karten. Mit drei Mitgliedern ist sie im Gemeinderat die stärkste Kraft. Vor allem treten alle drei erneut an. Ein Spaziergang wird die Sitzverteidigung aber nicht. Stehen weniger Sitze zur Verfügung, braucht es einen höheren Wähleranteil, um die Sitzzahl behalten zu können.

Sowohl die SP wie auch die SVP haben einen grossen Nachteil. Bei beiden Parteien tritt ein politisches Schwergewicht nicht mehr an. Im Falle der SP ist es Nationalrätin Ursula Schneider-Schüttel. Bei der SVP gibt die langjährige Grossrätin Katharina Thalmann ihr Amt ab.

Immerhin: Die Sozialdemokraten bilden für die Wahlen eine gemeinsame Liste mit den Grünen. Das könnte helfen, entscheidende Stimmenanteile zu holen. Die SVP hingegen hofft, einen der beiden Sitze mit einer Person aus den „neuen“ Gemeinden zu belegen. Der Kandidat Hans Ulrich Möri aus Gempenach kandidiert nämlich auf der Liste „SVP und Unabhänige“. Sollte allerdings sein Galmizer Widersacher Carlo Colopi das Rennen machen, darf sich die FDP freuen: Colopi gab gegenüber den Freiburger Nachrichten an, dass er den Freisinnigen beitritt, sollte er gewählt werden.

Vereinte Kräfte im Zentrum

Und dann sind da noch zwei Parteien, die einst im Gemeinderat waren, und sehnlichst dorthin zurückkehren möchten: die Mitte (ehemals CVP) und die Grünliberalen GLP. Die beiden Parteien haben ihre Kräfte ebenfalls auf einer gemeinsamen Liste gebündelt.

Eher unwarscheinlich ist, dass die Evangelische Volkspartei EVP in den Gemeinderat einzieht. Diese Kleinpartei hat traditionsgemäss geringe Chancen bei den Murtner Gemeindewahlen.

Clavaleyres verzichtet

Nebst Galmiz und Gempenach fusioniert nächstes Jahr auch das bernische Clavaleyres mit Murten. Die Vereinbarung sieht allerdings vor, dass die rund 50-köpfige Gemeinde keinen Gemeinderat stellt. Gewählt wird in Clavaleyres auch erst im Frühling. Dann bestimmen die Einwohnerinnen und Einwohner, welche zwei Personen sie in Zukunft im Generalrat vertreten werden, dem Gemeindeparlament von Murten.

RadioFr. - Patrick Hirschi / rb
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