Wenn das Summen verstummt
Bienen sind empfindlich. Stimmen die Bedingungen nicht mehr, so verschwinden sie aus dem Bienenstock - wie kürzlich in Schmitten.

Bienenvölker entscheiden sich manchmal dazu, ein neues zu Hause zu suchen - selbst wenn Imkerinnen und Imker gut zu ihren Stöcken schauen. Das sagt die Präsidentin des Imkervereins See, Franziska Ruprecht. Es könne jeden und jede treffen. "Es ist nicht bei einem Imker passiert, der nicht so gut auf seine Bienen achtgegeben hat", kommentiert sie den Fall in Schmitten. Das Phänomen, das als "Kahlflug" bezeichnet wird, sei keine Seltenheit, so Ruprecht. Von solchen Fällen habe sie schon von Vereinen und Verbänden aus der ganzen Schweiz gehört.
Mannigfaltige Gründe
Luftverschmutzung, Einsatz von Pestiziden, zu wenig Nahrung - viele Faktoren können dafür verantwortlich sein, dass sich Bienen nicht mehr wohl fühlen. So erklärt sich Andreas Landolt, der Präsident des Imkervereins des Deutschfreiburger Seebezirks, den Kahlflug. Das Veterinäramt untersucht nun das Phänomen. Im Frühling werden Ergebnisse einer Umfrage des Dachverbands BienenSchweiz publiziert. Dadurch soll ein klareres Bild der Problematik entstehen.