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Wie reagieren bei einem Unfall?

Was soll man tun, nachdem es geknallt hat? Wann muss die Polizei eingeschaltet werden? Wir haben nachgeforscht.

Verkehrsunfälle geschehen oft aus Unachtsamkeit. (Symbolbild) © KEYSTONE

Ende August sind viele Freiburgerinnen und Freiburger wieder aus den Sommerferien zurückgekehrt. Viele fahren mit dem Auto zur Arbeit - dadurch steigt das Verkehrsaufkommen auf den Strassen. Und je mehr auf den Strassen los ist, desto eher gibt es Unfälle. Um in einem solchen Fall korrekt zu handeln, gelten folgende Regeln:

  • Die Fahrzeuge, die am Unfall beteiligt waren, dürfen nicht bewegt werden, bis die Polizei eintrifft. Sollte dies aus verkehrstechnischen Gründen trotzdem nötig sein, sollen Fotos der Situation gemacht und Markierungen auf dem Boden hinterlassen werden.

  • Wenn sich alle Beteiligten auf die weitere Vorgehensweise nach dem Unfall einigen können, muss die Polizei nicht eingeschaltet werden. Die Versicherungen der beteiligten Fahrerinnen und Fahrer übernehmen allfällige Reparaturkosten.

  • Gibt es Verletzte, so muss die Polizei gerufen werden. Sobald sie vor Ort ist, sichert sie den Unfallort und befragt die Beteiligten. Diese müssen sich auch einem Alkoholtest unterziehen.

  • Nach einem Unfall ist es zudem wichtig, die Versicherungen zu informieren. Dazu muss ein europäisches Unfallprotokoll ausgefüllt werden, in welches man die Führerscheine der beteiligten Fahrer einträgt.

  • Wenn sich ein Unfall ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeugs ereignet und der Fahrer die alleinige Schuld trägt, muss er dem Geschädigten seine Kontaktdaten hinterlassen. Wenn dies nicht möglich ist, sollte man sich an die Polizei wenden.

Die Polizei weist darauf hin, dass man nach einem Unfall nicht flüchten sollte, egal, unter welchen Umständen. Ansonsten droht eine Anzeige wegen "Verletzung der Verhaltenspflichten nach Unfall".

Laufende Kampagne

Die Freiburger Kantonspolizei gibt an, dass ein Grossteil von Verkehrsunfällen auf Unaufmerksamkeit beim Fahrer oder der Fahrerin zurückzuführen ist. "Man ist ständig mit dem Handy oder mit persönlichen Problemen beschäftigt und kann sich nicht auf den Verkehr konzentrieren", sagt Laurent Lässer, Chef der Abteilung Analyse, Prävention und Verkehrserziehung bei der Freiburger Polizei.

Zurzeit läuft eine Präventionskampagne, die den Schwerpunkt auf die Konzentration hinter dem Steuer legt. Sie heisst "Behalten sie ihre Sicherheit im Auge", und soll Fahrerinnen und Fahrer daran erinnern, dass sie auf ihre eigene Sicherheit achten müssen, um die Sicherheit anderer zu garantieren.

RadioFr. - Lauriane Schott / Sophie Corpataux / iwi
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