"Eine Farbkulisse wie in einem schmuddeligen Cabaret"
Adrian Mahler ist Schlagzeuger der Freiburger Band Perspective Shifts. Sein musikalisches Erbe musste er dafür hinter sich lassen.

Seit 2016 bilden Valentin Brügger und Manfred Jungo das Duo Perspective Shifts. Zwei Jahre später stiess Adrian Mahler dazu, nachdem er Manfred Jungo kennengelernt hatte. "Damals war die Musik noch experimenteller als jetzt", sagt Mahler.
Als Schlagzeuger musste er alle bekannten Konzepte über Bord werfen, von Taktarten bis zu den Beats. "Für mich ist der Sprachrhythmus von Valentin wichtig, weil wir auf der Bühne kein Metronom haben", sagt Mahler. Was Perspective Shifts macht, glich nichts von dem, was er kannte. Die Band möchte die Perspektiven der Zuhörerinnen und Zuhörer verschieben und verändern.
Szenenwechsel
Mahler war Teil des ersten Jahrgangs der Gustav Akademie. "Die ersten Dinge, die ich gespielt habe, waren Rock, Metal, Hiphop und Drum ’n’ Bass", sagt er. Mit Perspective Shifts veränderte sich auch seine Haltung zur Musik. Sie wurde ernster und professioneller. So beschäftigen sich die Bandmitglieder eingehend mit der Frage, wie etwas klingen muss, um dem Text gerecht zu werden. Dabei geht es weniger um Themen als um Stimmungen.
Das zeigt sich am neuen Album Lovely Echoes. Plattentaufe war am 11. März im Nouveau Monde. Bei Perspective Shifts steht das Live-Erlebnis im Vordergrund. Im Nouveau Monde wurde die Musik von einer Lichtshow begleitet. "Beim Song Lament & Moan glich die Farbkulisse einem schmuddeligen Cabaret", sagt Mahler.
Aufgenommen hat die Band das Album in einem alten Bahnhof in Brandenburg, Deutschland. In einem kleinen Dorf voller leerstehender Arbeitersiedlungen wurde der Bahnhof in ein Studio umgewandelt. Dort konnten sich die Mitglieder von Perspective Shifts zurückziehen und ihren Klängen widmen.




