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Rund 45 Wagen waren im Erli stationiert

In Kerzers finden französische Fahrende Arbeit. Nach einer Fristverlängerung mussten sie den Platz in Kerzers verlassen.

Die Französische Fahrenden haben sich ohne Bewilligung zwei Wochen lang hinter dem Sportplatz Erli eingerichtet. © RadioFr.

Diese haben sich hinter dem Fussballplatz des FC Kerzers ohne vorgängige Anfrage stationiert. Die Kantonspolizei Freiburg hat den rund 45 Wagen eine Woche länger Zeit gegeben, um den Platz im Erli zu verlassen. Diese Frist wurde eingehalten, wie die Polizei auf Anfrage bestätigt hat. Der Platz wurde laut der Gemeinde regelmässig von Polizeipatrouillen, dem Gemeindeschreiber und dem Finanzverwalter kontrolliert. Fehlbare Handlungen seien gemeldet worden.

Arbeiten mit giftigen Chemikalien

Fahrende lassen sich gerne in Kerzers nieder, falls es auf dem Rastplatz in Wileroltigen kein Platz mehr vorhanden ist. Dies, weil sie in Kerzers viel Arbeit finden. Oftmals widmen sie sich dem Streichen von Fensterläden. Dafür benutzen sie jedoch Ablaugemittel, welche laut dem Gemeindeammann Martin Maeder in den Boden sickern. "Das ist ein Problem. Die Polizei geht auch gegen das vor und sie werden gebüsst, wenn Chemikalien festgestellt werden. Es ist einfach schwierig, diese giftigen Stoffe festzustellen", so der Ammann. 

Auf Anfrage schreibt die Kantonspolizei Freiburg, dass solche Verschmutzungen durch punktuelle Kontrollen festgestellt oder diese der Polizei gemeldet werden. Wird vor Ort eine reelle Verschmutzung festgestellt, so werden die verschiedenen Partner sowie das Amt für Umwelt darüber in Kenntnis gesetzt. Ist eine entsprechende Massnahme zur Eindämmung der Verschmutzung des Ökosystems nötig, so werden diese in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Amt getroffen.

Unzufriedene Landwirte

Solche giftigen Chemikalien kommen auch in anderen Arbeiten zum Einsatz, beispielsweise bei der Unkrautvertilgung. Dies sorgt für Stirnrunzeln bei den lokalen Landwirten, wie der Ammann Martin Maeder sagt. Die heutigen Vorschriften für Pflanzenschutzmittel seien für die Bäuerinenn und Bauern hart. "Wenn sie dann sehen, wie andere solche Mittel verwenden, dann stellen sie sich die Frage, was das soll und wieso das nicht für alle gelten solle", erklärt Martin Maeder.

Am Montag haben die Fahrenden den Erli in Kerzers verlassen. Nach einer kleinen Verlängerung um zwei Stunden waren sie fort. Wohin, haben sie der Polizeipatrouille vor Ort nicht verraten.

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RadioFr. - Tracy Maeder / rb
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