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25 Millionen mehr für die Bluefactory

Die Stadt Freiburg spricht die 25 Millionen Franken für die Bluefactory. Das entschied der Generalrat am Montagabend.

Die Kapitalerhöhung der Bluefactory wurde angenommen. © Keystone

Die Bluefactory in Freiburg benötigt mehr Geld – insgesamt 50 Millionen Franken. Für die Hälfte davon kommt der Kanton auf. Die anderen 25 Millionen soll die Stadt Freiburg übernehmen. Im Generalrat wurde am Montagabend heftig diskutiert.

Die rechten Parteien waren dagegen. Christoph Giller (SVP) argumentierte, die Bluefactory sei eine Katastrophe und es fehle an Transparenz. Zudem stören ihn die kulturellen Veranstaltungen, die in der Bluefactory stattfinden.

Die Ratslinke hat sich zwar für die 25 Millionen ausgesprochen, bemängelte aber ebenfalls die fehlende Transparenz. «Wir möchten, dass die Wohnungen, welche auf dem Bluefactory Areal gebaut werden, die kulturellen und sozialen Verhältnisse besser berücksichtigen», sagt SP-Genralrat Simon Zurich. 

Antrag klar angenommen

Die Erwartungshaltung der verschiedenen Parteien könnten unterschiedlicher nicht sein. Thierry Steiert, Syndic der Stadt Freiburg, erklärt: «Ein Teil der Leute wollen auf dem Areal nur kulturelle Aktivitäten und keine Renditeobjekte. Diese erklären uns aber nicht, wie wir das Areal langfristig finanziell tragfähig machen können. Und auf der anderen Seite haben wir Extrempositionen, die am liebsten einen Technopark hätten, der mit Vollrendite funktioniert. Dies wäre jedoch nicht im Interesse der Stadt, weil so quasi 50'000 Quadratmeter mitten in der Stadt tote Zone wären.»

Schlussendlich wurde der Antrag mit 46 Ja-Stimmen zu 6 Nein-Stimmen bei 21 Enhaltungen angenommen. Sowohl die SP als auch die SVP haben allerdings angekündigt, dass sie Vorstösse einreichen werden. Beide Parteien verlangen mehr Transparenz.

Mit den zusätzlich gesprochenen Geldern entstehen bereits dieses Jahr zwei neue Gebäude auf dem Gelände der Bluefactory. Eines wird von der Bluefactory selbst für innovative Unternehmen gebaut. Das andere Gebäude namens «Smart living building» entsteht im Auftrag der ETH Lausanne. Sie will dort zukünftige Wohnformen austüfteln.

RadioFr. - Corina Zurkinden / Fabian Aebischer
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