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Das ist neu für Freiburger Jäger

Der Kanton hat seine Jagdverordnung angepasst. Dies soll die Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen Waadt und Bern erleichtern.

Die Revision der Jagdverordnung des Kantons Freiburg soll "die Regulierung der Arten erleichtern und diejenigen besser schützen, deren Bestand rückläufig ist“. So schreibt es die kantonale Land- und Forstwirtschaftsdirektion in ihrer Mitteilung. Die Regulierung erleichtern bedeutet: Der Schutz gewisser Tierarten wird gelockert. Etwa jener des Rehs.

Gemäss der überarbeiteten Version, die per sofort in Kraft tritt, dürfen pro Jäger mehr Rehe geschossen werden als zuvor. "Es gibt immer mehr Unfälle mit Rehen im Strassenverkehr. Ausserdem braucht es zum Schutz des Waldes eine stärkere Regulierung", erklärt der zuständige Staatsrat Didier Castella. Im Gegenzug wird die Jagdsaison um sieben Tage verkürzt, von fünf auf vier Wochen.

Dass der Schutz gewisser Arten gelockert wurde, kommt bei der Naturschutzorganisation Pro Natura nicht gut an. Vor allem stört sich Marc Vonlanthen, Präsident von Pro Natura Freiburg, aber an einem anderen Punkt: "Dass die seltene Waldschnepfe weiterhin gejagt werden darf, verstehen wir nicht.“ Das Schweizer Stimmvolk habe das Jagdgesetz im vergangenen September abgelehnt. "Schade, dass der Kanton Freiburg diesen Entscheid nicht berücksichtigt", so Vonlanthen.

Zufriedener sind die Jäger. Die Zusammenarbeit mit den Kantonen Waadt und Bern sei lobenswert. Insbesondere mit der Waadt wurden die Wochentage und Uhrzeiten, in denen die Jagd erlaubt ist, aufeinander abgestimmt und vereinheitlicht. Anton Brügger, Präsident des Freiburger Jägerverbands sagt aber: "Das Patent für die Hirschjagd ist mit 200 Franken zu teuer, im Kanton Bern etwa kostet es lediglich 53 Franken." Da habe er vergeblich versucht zu intervenieren.

RadioFr. - Nadine Schmid / lsi
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